Lesen - Schreiben - Hören: Diagnostizieren und Fördern
Anregungen für die Fachkonferenzarbeit
Allgemeine Hinweise
Lernstandserhebungen dienen – im Gegensatz zu zertifizierenden Prüfungen – in erster Linie der Bestandsaufnahme und der unterrichtlichen Weiterarbeit. Die Ergebnisse geben Auskunft über spezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler zum Testzeitpunkt in bestimmten Bereichen eines Faches. Für das Fach Deutsch sind dies vor allem „Leseverstehen“, „Schreiben“ sowie „Hörverstehen“. Die Ergebnisse der entsprechenden Tests lassen differenzierte Aussagen über die beherrschten Kompetenzen von Lerngruppen und der Jahrgangsstufe zu. Durch die inhaltliche, an einem Kriterium orientierte Beschreibung der in der Klasse vorhandenen Kompetenzen bieten sich neben der Möglichkeit zu innerschulischen Vergleichen interessante Ansatzpunkte zur fachlichen Diskussion. So kann man auch Informationen über konkrete Stärken und Defizite im Hinblick auf Teilaspekte der Testdomäne gewinnen. Bei „Leseverstehen“ zum Beispiel lässt sich feststellen, ob die Schülerinnen und Schüler einem Text einzelne Informationen entnehmen, ein allgemeines Textverständnis entwickeln und/oder den Text mit Blick auf Inhalt oder Form reflektieren können. Dies gilt sowohl für Sach- als auch literarische Texte.
Zielsetzung
Eine solche Standortbestimmung kann dann sinnvoll genutzt werden, wenn sie zur Unterrichtsentwicklung gezielt eingesetzt wird. Darüber sollte in der Fachkonferenz beraten werden. Das Ziel wäre die systematische Erarbeitung von Konzepten in den Bereichen Leseverstehen, Schreiben und Hörverstehen, die der spezifischen Situation der Schule gerecht werden. In diesem Prozess können die folgenden Materialien als Grundlage dienen.
In der didaktischen Diskussion hat sich innerhalb der letzten Jahre ein Wandel vollzogen. Mit dem Ziel der Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit sind Standardorientierung und entsprechende Angaben über zu erwerbende Kompetenzen in den Mittelpunkt gerückt. Die Lernenden sollen den Anforderungen einer gesellschaftlichen Situation gerecht werden, die es erfordert sich selbständig Wissensgebiete aneignen zu können, die unaufhaltsam erweitert, verändert und modifiziert werden. Kernlehrpläne mit ihren jeweils fachspezifischen Kompetenzbeschreibungen, Lernstandserhebungen und zentrale Prüfungen sind Teil des Gesamtkonzepts.
An einem Beispiel aus dem Bereich „Lesen“ soll im Folgenden verdeutlicht werden, auf welchem Anforderungsniveau einzelne Teilaufgaben anzusetzen sind und welche Kompetenzen deren Lösung jeweils erfordert. Im Anschluss daran werden Strategien gezeigt, die Schülerinnen und Schülern beim Erlangen der erforderlichen Kompetenzen helfen können.
Beispiele zu den Bereichen „Schreiben" und "Hören" folgen, darüber hinaus werden die Hinweise kontinuierlich ergänzt.
