Mathematik KLP
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3 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 9
Einleitung
Im Folgenden werden Kompetenzen benannt, die Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 9 nachhaltig und nachweislich erworben haben sollen. Sie legen die Art der fachlichen Anforderungen fest. Die Anforderungshöhe und der Komplexitätsgrad der fachlichen Anforderungen sind sowohl im Unterricht als auch in der Leistungsbewertung altersgemäß und mit Bezug auf die Anforderungen der Schulform zu konkretisieren. Kapitel 4 erläutert die Anforderungen an ausgewählten Muster- und Modellaufgaben.
Die hier benannten Kompetenzen gliedern sich nach den Bereichen des Faches und beschreiben dessen Kern. Sie bauen auf den in der Grundschule erworbenen Kompetenzen auf und machen eine Progression über die Jahrgangsstufen hinweg deutlich. Der Unterricht ist nicht allein auf den Erwerb dieser Kernkompetenzen beschränkt, sondern soll es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, auf vielfältige Weise darüber hinausgehende Kompetenzen zu erwerben, weiterzuentwickeln und zu nutzen.
Kompetenzen werden im Unterricht nicht einzeln und isoliert erworben, sondern in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten. Der Unterricht muss dazu vielfältige, die Jahrgangsstufen durchziehende Lerngelegenheiten anbieten. Eine thematisch-inhaltliche Reihenfolge innerhalb der Jahrgangsstufen ist durch den Kernlehrplan nicht festgeschrieben.
Der Kernlehrplan bildet damit einerseits die verpflichtende Grundlage für die Erstellung der schuleigenen Lehrpläne. Andererseits eröffnet er Lehrerinnen und Lehrern weitgehende Freiheiten für die inhaltliche, thematische und methodische Gestaltung von Unterrichtsabläufen. Sie können Schwerpunkte setzen, thematische Vertiefungen und Erweiterungen vornehmen und dabei die Bedingungen der eigenen Schule und der jeweiligen Lerngruppe berücksichtigen.
Im Folgenden werden die fachbezogenen Kompetenzen getrennt nach prozessbezogenen und inhaltsbezogenen Kompetenzen ausgewiesen. Die prozessbezogenen Kompetenzen werden von Schülerinnen und Schülern jedoch immer nur in der Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten erworben. Umgekehrt können sich inhaltsbezogene Kompetenzen nur entfalten, wenn Schülerinnen und Schüler übergreifende Kompetenzen aktivieren können. Mathematische Grundbildung zeigt sich in der flexiblen und vernetzten Nutzung dieser prozessbezogenen und inhaltsbezogenen Kompetenzen. Beide Bereiche müssen somit Gegenstand des Unterrichts und der Leistungsbewertung sein.
3.1 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6

Argumentieren/Kommunizieren - kommunizieren, präsentieren und argumentieren
Schülerinnen und Schüler
Lesen
- geben Informationen aus einfachen mathematikhaltigen Darstellungen (Text, Bild, Tabelle) mit eigenen Worten wieder
Verbalisieren
- erläutern mathematische Sachverhalte, Begriffe, Regeln und Verfahren mit eigenen Worten und geeigneten Fachbegriffen
Kommunizieren
- arbeiten bei der Lösung von Problemen im Team
- sprechen über eigene und vorgegebene Lösungswege, Ergebnisse und Darstellungen, finden, erklären und korrigieren Fehler
Präsentieren
- präsentieren Ideen und Ergebnisse in kurzen Beiträgen
Vernetzen
- setzen Begriffe an Beispielen miteinander in Beziehung (z.B. Produkt und Fläche; Quadrat und Rechteck; natürliche Zahlen und Brüche; Länge, Umfang, Fläche und Volumen)
Begründen
- nutzen intuitiv verschiedene Arten des Begründens (Beschreiben von Beobachtungen, Plausibilitätsüberlegungen, Angeben von Beispielen oder Gegenbeispielen)

Problemlösen - Probleme erfassen, erkunden und lösen
Schülerinnen und Schüler
Erkunden
- geben inner- und außermathematische Problemstellungen in eigenen Worten wieder und entnehmen ihnen die relevanten Größen
- finden in einfachen Problemsituationen mögliche mathematische Fragestellungen
Lösen
- ermitteln Näherungswerte für erwartete Ergebnisse durch Schätzen und Überschlagen
- nutzen elementare mathematische Regeln und Verfahren (Messen, Rechnen, Schließen) zum Lösen von anschaulichen Alltagsproblemen
- wenden die Problemlösestrategien „Beispiele finden“, „Überprüfen durch Probieren“ an
Reflektieren
- deuten Ergebnisse in Bezug auf die ursprüngliche Problemstellung

Modellieren - Modelle erstellen und nutzen
Schülerinnen und Schüler
Mathematisieren
- übersetzen Situationen aus Sachaufgaben in mathematische Modelle (Terme, Figuren, Diagramme)
Validieren
- überprüfen die im mathematischen Modell gewonnenen Lösungen an der Realsituation
Realisieren
- ordnen einem mathematischen Modell (Term, Figur, Diagramm) eine passende Realsituation zu

Werkzeuge - Medien und Werkzeuge verwenden
Schülerinnen und Schüler
Konstruieren
- nutzen Lineal, Geodreieck und Zirkel zum Messen und genauen Zeichnen
Darstellen
- nutzen Präsentationsmedien (z.B. Folie, Plakat, Tafel)
- dokumentieren ihre Arbeit, ihre eigenen Lernwege und aus dem Unterricht erwachsene Merksätze und Ergebnisse (z.B. im Lerntagebuch, Merkheft)
Recherchieren
- nutzen selbst erstellte Dokumente und das Schulbuch zum Nachschlagen

Arithmetik/Algebra - mit Zahlen und Symbolen umgehen
Schülerinnen und Schüler
Darstellen
- stellen ganze Zahlen auf verschiedene Weise dar (Zahlengerade, Zifferndarstellung, Stellenwerttafel, Wortform)
- stellen einfache Bruchteile auf verschiedene Weise dar: handelnd, zeichnerisch an verschiedenen Objekten, durch Zahlensymbole und als Punkte auf der Zahlengerade; sie deuten sie als Größen, Operatoren und Verhältnisse und nutzen das Grundprinzip des Kürzens und Erweiterns von Brüchen als Vergröbern bzw. Verfeinern der Einteilung
- deuten Dezimalzahlen und Prozentzahlen als andere Darstellungsform für Brüche und stellen sie an der Zahlengerade dar; führen Umwandlungen zwischen Bruch, Dezimalzahl und Prozentzahl durch
- stellen Größen in Sachsituationen mit geeigneten Einheiten dar
Ordnen
- ordnen und vergleichen Zahlen und runden natürliche Zahlen und Dezimalzahlen
Operieren
- führen Grundrechenarten aus (Kopfrechnen und schriftliche Rechenverfahren) mit
- natürlichen Zahlen
- ganzen Zahlen (nur Addition und Multiplikation)
- endlichen Dezimalzahlen
- einfachen Brüchen
- bestimmen Teiler und Vielfache natürlicher Zahlen und wenden Teilbarkeitsregeln für 2, 3, 5, 10 an
Anwenden
- wenden ihre arithmetischen Kenntnisse von Zahlen und Größen an, nutzen Strategien für Rechenvorteile, Techniken des Überschlagens und die Probe als Rechenkontrolle
Systematisieren
- bestimmen Anzahlen auf systematische Weise

Funktionen - Beziehungen und Veränderung beschreiben und erkunden
Schülerinnen und Schüler
Darstellen
- stellen Beziehungen zwischen Zahlen und zwischen Größen in Tabellen und Diagrammen dar
Interpretieren
- lesen Informationen aus Tabellen und Diagrammen in einfachen Sachzusammenhängen ab
- erkunden Muster in Beziehungen zwischen Zahlen und stellen Vermutungen auf
Anwenden
- nutzen gängige Maßstabsverhältnisse

Geometrie - ebene und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen
Schülerinnen und Schüler
Erfassen
- verwenden die Grundbegriffe Punkt, Gerade, Strecke, Winkel, Abstand, Radius, parallel, senkrecht, achsensymmetrisch, punktsymmetrisch zur Beschreibung ebener und räumlicher Figuren
- benennen und charakterisieren Figuren und Grundkörper (Rechteck, Quadrat, Parallelogramm, Rauten, Trapeze, Kreis, Dreieck [rechtwinklige, gleichschenklige und gleichseitige Dreiecke], Quader, Würfel) und identifizieren sie in ihrer Umwelt
Konstruieren
- zeichnen grundlegende ebene Figuren (parallele und senkrechte Geraden, Winkel, Rechtecke, Quadrate, Kreise) und Muster auch im ebenen Koordinatensystem (1. Quadrant)
- skizzieren Schrägbilder, entwerfen Netze von Würfeln und Quadern und stellen die Körper her
Messen
- schätzen und bestimmen Umfang und Flächeninhalt von Rechtecken, Dreiecken, Parallelogrammen und daraus zusammengesetzten Figuren
- schätzen und bestimmen Längen, Winkel, Umfänge von Vielecken, Flächeninhalte von Rechtecken sowie Oberflächen und Volumina von Quadern

Stochastik - mit Daten und Zufall arbeiten
Schülerinnen und Schüler
Erheben
- erheben Daten und fassen sie in Ur- und Strichlisten zusammen
Darstellen
- stellen Häufigkeitstabellen zusammen und veranschaulichen diese mit Hilfe von Säulen- und Kreisdiagrammen
Auswerten
- bestimmen relative Häufigkeiten, arithmetisches Mittel und Median
Beurteilen
- lesen und interpretieren statistische Darstellungen
3.2 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 8

Argumentieren/Kommunizieren - kommunizieren, präsentieren und argumentieren
Schülerinnen und Schüler
Lesen
- ziehen Informationen aus mathematikhaltigen Darstellungen (Text, Bild, Tabelle, Graf), strukturieren und bewerten sie
- ziehen Informationen aus einfachen authentischen Texten (z. B. Zeitungsberichten) und mathematischen Darstellungen, analysieren und beurteilen die Aussagen
Verbalisieren
- erläutern die Arbeitsschritte bei mathematischen Verfahren (Konstruktionen, Rechenverfahren, Algorithmen) mit eigenen Worten und geeigneten Fachbegriffen
Kommunizieren
- vergleichen und bewerten Lösungswege, Argumentationen und Darstellungen
Präsentieren
- präsentieren Lösungswege und Problembearbeitungen in kurzen, vorbereiteten Beiträgen und Vorträgen
Vernetzen
- geben Ober- und Unterbegriffe an und führen Beispiele und Gegenbeispiele als Beleg an (z.B. Proportionalität, Viereck)
- setzen Begriffe und Verfahren miteinander in Beziehung (z. B. Gleichungen und Grafen, Gleichungssysteme und Grafen)
Begründen
- nutzen mathematisches Wissen für Begründungen, auch in mehrschrittigen Argumentationen

Problemlösen - Probleme erfassen, erkunden und lösen
Schülerinnen und Schüler
Erkunden
- untersuchen Muster und Beziehungen bei Zahlen und Figuren und stellen Vermutungen auf
Lösen
- planen und beschreiben ihre Vorgehensweise zur Lösung eines Problems
- nutzen Algorithmen zum Lösen mathematischer Standardaufgaben und bewerten ihre Praktikabilität
- überprüfen bei einem Problem die Möglichkeit mehrerer Lösungen oder Lösungswege
- wenden die Problemlösestrategien „Zurückführen auf Bekanntes“ (Konstruktion von Hilfslinien, Zwischenrechnungen), „Spezialfälle finden“ und „Verallgemeinern“ an
- nutzen verschiedene Darstellungsformen (z.B. Tabellen, Skizzen, Gleichungen) zur Problemlösung
Reflektieren
- überprüfen und bewerten Ergebnisse durch Plausibilitätsüberlegungen, Überschlagsrechnungen oder Skizzen
- überprüfen Lösungswege auf Richtigkeit und Schlüssigkeit

Modellieren - Modelle erstellen und nutzen
Schülerinnen und Schüler
Mathematisieren
- übersetzen einfache Realsituationen in mathematische Modelle (Zuordnungen, lineare Funktionen, Gleichungen, Gleichungssysteme, Zufallsversuche)
Validieren
- überprüfen die im mathematischen Modell gewonnenen Lösungen an der Realsituation und verändern ggf. das Modell
Realisieren
- ordnen einem mathematischen Modell (Tabelle, Graf, Gleichung) eine passende Realsituation zu

Werkzeuge - Medien und Werkzeuge verwenden
Schülerinnen und Schüler
Erkunden
- nutzen mathematische Werkzeuge (Tabellenkalkulation, Geometriesoftware, Funktionenplotter) zum Erkunden und Lösen mathematischer Probleme
Berechnen
- nutzen den Taschenrechner
Darstellen
- tragen Daten in elektronischer Form zusammen und stellen sie mit Hilfe einer Tabellenkalkulation dar
Recherchieren
- nutzen eine Formelsammlung, Lexika, Schulbücher und das Internet zur Informationsbeschaffung

Arithmetik/Algebra - mit Zahlen und Symbolen umgehen
Schülerinnen und Schüler
Ordnen
- ordnen und vergleichen rationale Zahlen
Operieren
- wenden das Radizieren als Umkehren des Potenzierens an; sie berechnen und überschlagen Quadratwurzeln einfacher Zahlen im Kopf
- führen Grundrechenarten für rationale Zahlen aus (Kopfrechnen und schriftliche Rechenverfahren)
- fassen Terme zusammen, multiplizieren sie aus und faktorisieren sie mit einem einfachen Faktor; sie nutzen binomische Formeln als Rechenstrategie
- lösen lineare Gleichungen und lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen sowohl durch Probieren als auch algebraisch und grafisch und nutzen die Probe als Rechenkontrolle
Anwenden
- verwenden ihr Kenntnisse über rationale Zahlen, lineare Gleichungen und lineare Gleichungssysteme zur Lösung inner- und außermathematischer Probleme
Systematisieren
- unterscheiden rationale und irrationale Zahlen

Funktionen - Beziehungen und Veränderung beschreiben und erkunden
Schülerinnen und Schüler
Darstellen
- stellen Zuordnungen mit eigenen Worten, in Wertetabellen, als Grafen und in Termen dar und wechseln zwischen diesen Darstellungen
Interpretieren
- interpretieren Grafen von Zuordnungen und Terme linearer funktionaler Zusammenhänge
Anwenden
- identifizieren proportionale, antiproportionale und lineare Zuordnungen in Tabellen, Termen und Realsituationen
- wenden die Eigenschaften von proportionalen, antiproportionalen und linearen Zuordnungen sowie einfache Dreisatzverfahren zur Lösung außer- und innermathematischer Problemstellungen an
- berechnen Prozentwert, Prozentsatz und Grundwert in Realsituationen (auch Zinsrechnung)

Geometrie - ebene und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen
Schülerinnen und Schüler
Erfassen
- benennen und charakterisieren Prismen und Zylinder und identifizieren sie in ihrer Umwelt
Konstruieren
- zeichnen Dreiecke aus gegebenen Winkel- und Seitenmaßen
Messen
- schätzen und bestimmen Umfang und Flächeninhalt von Kreisen und zusammengesetzten Figuren, sowie Oberflächen und Volumina von Prismen und Zylindern
- erfassen und begründen Eigenschaften von Figuren mithilfe von Symmetrie, einfachen Winkelsätzen oder der Kongruenz
Anwenden
- erfassen und begründen Eigenschaften von Figuren mit Hilfe von Symmetrie, einfachen Winkelsätzen oder der Kongruenz

Stochastik - mit Daten und Zufall arbeiten
Schülerinnen und Schüler
Erheben
- planen Datenerhebungen, führen sie durch und nutzen zur Erfassung auch eine Tabellenkalkulation
Darstellen
- veranschaulichen ein- und zweistufige Zufallsexperimente mit Hilfe von Baumdiagrammen
- nutzen Median, Spannweite und Quartile zur Darstellung von Häufigkeitsverteilungen als Boxplots
Auswerten
- benutzen relative Häufigkeiten von langen Versuchsreihen zur Schätzung von Wahrscheinlichkeiten
- verwenden ein- oder zweistufige Zufallsversuche zur Darstellung zufälliger Erscheinungen in alltäglichen Situationen
- bestimmen Wahrscheinlichkeiten bei einstufigen Zufallsexperimenten mit Hilfe der Laplace-Regel
- bestimmen Wahrscheinlichkeiten bei zweistufigen Zufallsexperimenten mit Hilfe der Pfadregeln
Beurteilen
- interpretieren Spannweite und Quartile in statistischen Darstellungen
3.3 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 9

Argumentieren/Kommunizieren - kommunizieren, präsentieren und argumentieren
Schülerinnen und Schüler
Verbalisieren
- erläutern mathematische Zusammenhänge und Einsichten mit eigenen Worten und präzisieren sie mit geeigneten Fachbegriffen
Kommunizieren
- überprüfen und bewerten Problembearbeitungen
Begründen
- nutzen mathematisches Wissen und mathematische Symbole für Begründungen und Argumentationsketten

Problemlösen - Probleme erfassen, erkunden und lösen
Schülerinnen und Schüler
Erkunden
- zerlegen Probleme in Teilprobleme
Lösen
- wenden die Problemlösestrategien „Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten“ an
Reflektieren
- vergleichen Lösungswege und Problemlösestrategien und bewerten sie

Modellieren - Modelle erstellen und nutzen
Schülerinnen und Schüler
Mathematisieren
- übersetzen Realsituationen in mathematische Modelle (Tabellen, Grafen, Terme)
Validieren
- vergleichen und bewerten verschiedene mathematische Modelle für eine Realsituation
Realisieren
- finden zu einem mathematischen Modell passende Realsituationen

Werkzeuge - Medien und Werkzeuge verwenden
Schülerinnen und Schüler
Berechnen
- wählen ein geeignetes Werkzeug („Bleistift und Papier“, Taschenrechner, Geometriesoftware, Tabellenkalkulation, Funktionenplotter) aus und nutzen es
Darstellen
- wählen geeignete Medien für die Dokumentation und Präsentation aus
Recherchieren
- nutzen selbstständig Print- und elektronische Medien zur Informationsbeschaffung

Arithmetik/Algebra - mit Zahlen und Symbolen umgehen
Schülerinnen und Schüler
Darstellen
- lesen und schreiben Zahlen in Zehnerpotenz-Schreibweise und erläutern die Potenzschreibweise mit ganzzahligen Exponenten
Operieren
- lösen einfache quadratische Gleichungen, d.h. quadratische Gleichungen, auf die ein Lösungsverfahren (z.B. Faktorisieren, pq-Formel) unmittelbar angewendet werden kann
Anwenden
- verwenden ihre Kenntnisse über quadratische Gleichungen zum Lösen inner- und außermathematischer Probleme

Funktionen - Beziehungen und Veränderung beschreiben und erkunden
Schülerinnen und Schüler
Darstellen
- stellen lineare und quadratische Funktionen mit eigenen Worten, in Wertetabellen, Grafen und in Termen dar, wechseln zwischen diesen Darstellungen und benennen ihre Vor- und Nachteile
- stellen die Sinusfunktion mit eigenen Worten, in Wertetabellen, Grafen und in Termen dar
Interpretieren
- deuten die Parameter der Termdarstellungen von linearen und quadratischen Funktionen in der grafischen Darstellung und nutzen dies in Anwendungssituationen
Anwenden
- wenden lineare und quadratische Funktionen zur Lösung außer- und innermathematischer Problemstellungen an
- wenden exponentielle Funktionen zur Lösung außermathematischer Problemstellungen aus dem Bereich Zinseszins an
- verwenden die Sinusfunktion zur Beschreibung einfacher periodischer Vorgänge

Geometrie - ebene und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen
Schülerinnen und Schüler
Erfassen
- benennen und charakterisieren Körper (Zylinder, Pyramiden, Kegel, Kugeln) und identifizieren sie in ihrer Umwelt
Konstruieren
- skizzieren Schrägbilder, entwerfen Netze von Zylindern, Pyramiden und Kegeln und stellen die Körper her
- vergrößern und verkleinern einfache Figuren maßstabsgetreu
Messen
- schätzen und bestimmen Oberflächen und Volumina von Pyramiden, Kegeln und Kugeln
Anwenden
- berechnen geometrische Größen und verwenden dazu den Satz des Pythagoras, Ähnlichkeitsbeziehungen, die Definitionen von Sinus, Kosinus und Tangens und begründen Eigenschaften von Figuren mit Hilfe des Satzes des Thales
- beschreiben und begründen Ähnlichkeitsbeziehungen geometrischer Objekte und nutzen diese im Rahmen des Problemlösens zur Analyse von Sachzusammenhängen

Stochastik - mit Daten und Zufall arbeiten
Schülerinnen und Schüler
Beurteilen
- analysieren grafische statistische Darstellungen kritisch und erkennen Manipulationen
- nutzen Wahrscheinlichkeiten zur Beurteilung von Chancen und Risiken und zur Schätzung von Häufigkeiten
3.4 Überblick über die Jahrgangsstufen
| |
Argumentieren/ Kommunizieren
|
Problemlösen
|
Modellieren
|
Werkzeuge/Medien
|
| 5/6 |
- Informationen aus Texten, Bildern und Tabellen
- Erläutern von Rechenwegen
- Intuitives Begründen
|
- Beispiele finden
- Überprüfen durch Probieren
- Schätzen, Überschlagen
- Ergebnisse deuten
|
- Erstellen von Termen, Figuren und Diagrammen zu Sachaufgaben
- im Modell gewonnene Lösung an Realsituation überprüfen
- Angeben von Realsituationen zu Figuren, Termen und Diagrammen
|
- Lineal, Geodreieck, Zirkel
- Plakat, Tafel
- Lerntagebuch, Merkheft
|
| 7/8 |
- Informationen aus Texten, Bildern, Tabellen und Grafen
- Informationen aus authentischen Texten (Zeitung)
- Präsentation und Bewertung von Lösungswegen
- mehrschrittige Argumentationen
|
- Zurückführen auf Bekanntes
- Spezialfälle finden
- Verallgemeinern
- Untersuchen von Zahlen und Figuren
- Überprüfen auf mehrere Lösungen und Lösungswege
- Überprüfen von Ergebnissen und Lösungswegen
|
- Aufstellen von Gleichungen, Zuordnungen, Funktionen, Gleichungssystemen und Zufallsversuchen zu Realsituationen
- Angeben von Realsituationen zu Tabellen, Grafen, Gleichungen
- Modelle verändern und anpassen
|
- Taschenrechner
- Tabellenkalkulation
- Geometriesoftware
- Funktionenplotter
- Formelsammlung, Lexika, Internet
|
| 9 |
- Überprüfung und Bewertung von Problembearbeitungen
- Argumentationsketten
|
- Zerlegen von Problemen
- Vorwärts-/ Rückwärtsarbeiten
- Bewerten von Lösungswegen
|
- Mathematische Modelle in Realsituationen und Realsituationen in mathematische Modelle übersetzen
- Modelle vergleichen und bewerten
|
- Auswahl von Werkzeugen
- Auswahl von Präsentationsmedien
- Selbstständige Nutzung von Print- und elektronischen Medien
|
| |
Arithmetik/Algebra
|
Funktionen
|
Geometrie
|
Stochastik
|
| 5/6 |
- Grundrechenarten
- Ganze Zahlen (nur Addition und Multiplikation)
- einfache Brüche und endliche Dezimalzahlen
- Größen
- Ordnen, Vergleichen, Runden
- Zahlengerade
- Rechenvorteile, Teiler und Vielfache
|
- Tabellen und Diagramme
- Muster bei Zahlen
- Maßstab
|
- ebene Figuren
- Umfang und Fläche von Dreiecken und Vierecken
- Quader und Würfel
- Oberfläche und Volumen
- Schrägbilder, Netze, Körpermodelle
|
- Ur- und Strichlisten
- Häufigkeitstabellen, Säulendiagramme, Kreisdiagramme
- arithmetisches Mittel, Median
|
| 7/8 |
- Rechnen mit rationalen Zahlen
- Termumformungen
- lineare Gleichungen
- lineare Gleichungssysteme
- irrationale Zahlen
- Potenzieren, Radizieren
|
- Wertetabellen, Grafen und Terme
- proportionale und antiproportionale Zuordnungen
- lineare Funktionen
- Prozentrechnung, Zinsrechnung
|
- Eigenschaften von Figuren
- Zeichnen von Dreiecken
- Umfang und Fläche von Kreisen (Kreisberechnung)
- Säulen (Prismen, Zylinder)
|
- Planung und Durchführung von Erhebungen
- Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit
- einstufige und zweistufige Zufallsexperimente
- Baumdiagramme
- Laplaceregel und Pfadregeln
- Boxplots
|
| 9 |
- Zehnerpotenzschreibweise
- Potenzschreibweise mit ganzzahligen Exponenten
- einfache quadratische Gleichungen
|
- Darstellungswechsel (in Worten, Tabelle, Graf, Term)
- quadratische Funktionen
- exponentielle Funktionen im Kontext Zinseszins
- Sinusfunktion
|
- Spitzkörper (Pyramiden, Kegel) und Kugeln
- geometrische Größen bestimmen
- Sinus, Kosinus und Tangens
- Satz des Pythagoras
- Vergrößern, Verkleinern, Ähnlichkeit
|
- Analyse von grafischen Darstellungen
- Beurteilung von Chancen und Risiken
|
Auszug aus dem Kernlehrplan Mathematik für die fünfjährige Sekundarstufe I am Gymnasium, hrsg. vom Ministerium für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen (14.06.2007). Den vollständigen Kernlehrplan erhalten Sie beim Ritterbach Verlag GmbH, Schriftenreihe "Schule in NRW". Alle Rechte für Druck und Vertrieb der Kernlehrpläne liegen beim Verlag.