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3 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 9
Einleitung
Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6
3.1
Sprechen
und Zuhören
3.2
Schreiben
3.3
Lesen
- Umgang mit Texten und Medien
Lesetechniken und -strategien
- 1. Die Schülerinnen und Schüler
unterscheiden
informationsentnehmendes und identifikatorisches Lesen. Sie erfassen
Wort- und Satzbedeutungen, satzübergreifende
Bedeutungseinheiten
und bauen unter Heranziehung eigener Wissensbestände ein
zusammenhängendes Textverständnis auf.
Sie verfügen
über die grundlegenden Arbeitstechniken der Textbearbeitung:
- Informationen entnehmen
- Textaussagen markieren, unterstreichen, Texte gliedern
- Überschriften für Teilabschnitte formulieren
- Notizen zum Gelesenen machen
- Fragen an einen Text formulieren
- einzelne Begriffe, Aussagen klären
- 2. Sie nutzen Informationsquellen, u.a. auch in einer zuvor
erkundeten Bibliothek. (z. B.
Schülerlexika, Wörterbücher - in
Ansätzen auch das
Internet)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
Umgang mit Sachtexten und Medien
- 3. Sie entnehmen Sachtexten (auch Bildern und diskontinuierlichen Texten) Informationen und nutzen sie für die Klärung von Sachverhalten.
- 4. Sie unterscheiden grundlegende Formen von Sachtexten (Bericht, Beschreibung) in ihrer Struktur, Zielsetzung und Wirkung.
- 5. Sie erfassen Inhalte und Wirkungsweisen medial
vermittelter jugendspezifischer Texte. (z.
B. Fernsehserien, Hörspiele; einen Überblick
über
das entsprechende Angebot der Medien gewinnen - ein Medientagebuch
anlegen und auswerten; Vorlieben und Umgangsweisen mit Medien
erörtern; Informations- und Unterhaltungsfunktion
unterscheiden;
die Handlungsführung und Figuren einer
altersgemäßen
Fernsehserie untersuchen; einfache Mittel der Gestaltung kennen - z.
B.Kameraperspektive, Zusammenwirken von Bild und Ton)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
Umgang mit literarischen Texten
- 6. Sie unterscheiden einfache literarische Formen, erfassen deren Inhalte und Wirkungsweisen unter Berücksichtigung sprachlicher und struktureller Besonderheiten. (elementare Strukturen von Märchen und Sagen erfassen, in Ansätzen durch Themen- und Motivvergleich den historischen Bezug kennen lernen; Texte unterschiedlicher Art zu einem für die Altersstufe wichtigen Thema erarbeiten - z. B. zum Thema Schule und Tiere)
- 7. Sie wenden einfache Verfahren der Textuntersuchung und Grundbegriffe der Textbeschreibung an. (Texte inhaltlich erfassen; Handlungen, Figuren und Konflikte kommentieren; einfache Formen der Gliederung von Texten als Hilfsmittel des Verstehens kennen lernen - grafische Darstellung, Überschriften finden)
- 8. Sie verstehen kürzere Erzählungen, Jugendbücher und Ausschnitte aus literarischen Ganzschriften. (Texte inhaltlich erfassen; Handlungen, Konflikte und Figuren kommentieren; sich mit Inhalten vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen auseinandersetzen; Texte umformen; schriftliche Formen der Leserkritik kennen lernen - Brief an Verlag/Autorin bzw. Autor - Buchbesprechung; anderen Bücher der privaten Lektüre vorstellen)
- 9. Sie untersuchen Gedichte unter Berücksichtigung einfacher formaler, sprachlicher Beobachtungen. (z. B. auch über gestaltendes Lesen und den Vortrag auswendig gelernter Gedichte deren Bedeutungsspektrum erschließen; Sensibilität entwickeln für Klang und Rhythmus, Reim und Metrum; themen- und motivgleiche Gedichte miteinander vergleichen)
- 10. Sie untersuchen Dialoge und einfache dramatische Szenen. (z. B. elementare Formen einer Inszenierung gemeinsam erproben; Texte - Gedichte, Sketche, Szenenausschnitte etc. - in Vortrag und Spiel gestalten; Textvorlagen in Spielszenen umsetzen; Besuch einer Theateraufführung vorbereiten und besprechen)
Produktionsorientierter Umgang mit Texten und Medien
- 11. Sie gestalten Geschichten nach, formulieren sie um, produzieren Texte mithilfe vorgegebener Textteile. (z. B. bildliche Elemente (z. B. Comics u.Ä.) als Ergänzung von Texten und für eigene Textproduktionen nutzen; Sprachspiele, konkrete Poesie etc. entwerfen, erproben, variieren; Texte in geeigneter Form medial präsentieren)
3.4
Reflexion
über Sprache
Sprache als Mittel der Verständigung
- 1. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Abhängigkeit der Verständigung von der Situation (mündlicher oder schriftlicher Sprachgebrauch, private oder öffentliche Kommunikation), der Rolle der Sprecherinnen oder Sprecher und die Bedeutung ihrer kulturellen und geschlechtsspezifischen Zugehörigkeit.
- 2. Sie schließen von der sprachlichen Form einer Äußerung auf die mögliche Absicht ihres Verfassers
Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion
- 3. Sie unterscheiden Wortarten, erkennen und untersuchen deren Funktion und bezeichnen sie terminologisch richtig. (Verb, Artikel, Nomen, Adjektiv (auch die Steigerungsformen), Pronomen, Konjunktion, Adverb)
- 4. Sie kennen die einschlägigen Flexionsformen und deren Funktionen und wenden sie richtig an. (Deklination - Genus, Numerus, Kasus; Konjugation - einschließlich Aktiv-Passiv-Unterscheidung, Tempus; Steigerung)
- 5. Sie beschreiben die grundlegenden Strukturen des Satzes. (Satzarten: Aussage-, Frage-, Aufforderungssatz; Satzglieder: Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbiale, Attribute; Satzverbindungen: Satzreihe, Satzgefüge, Hauptsatz, Nebensatz)
- 6. Sie untersuchen die Bildung von Wörtern (Wortbausteine, Wortzusammensetzungen, Wortableitungen, Wortfamilien, Wortfelder). Sie verstehen einfache sprachliche Bilder.
- 7. Sie verfügen über Einsichten in sprachliche Strukturen durch die Anwendung operationaler Verfahren. (Verschiebe-, Umstell-, Weglass-, Ersatz-, Erweiterungs-, Ergänzungs-, Umformungsprobe, Aufbau und Gliederung von erzählenden und argumentierenden Texten)
Sprachvarianten und Sprachwandel
- 8. Sie untersuchen Unterschiede zwischen mündlichem und schriftlichem Sprachgebrauch und erkennen und nutzen die verschiedenen Ebenen stilistischer Entscheidungen. (z. B. Wortwahl - anschaulich, treffend, abwechslungsreich etc., Satzbaumuster - bewusstere Wahl der Satzgliedfolge, Stilebene - Beispiele für Umgangs- und Standardsprache)
- 9. Sie untersuchen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sprachen. (z. B. Satzstrukturen, Wörter und Wortgebrauch)
- 10. Sie beziehen ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache auf das Erlernen fremder Sprachen. (z. B. Wortarten, Flexionsformen, Bilder, Stellung von Satzgliedern)
Richtig Schreiben - Laut- /Buchstabenebene
- 11. Sie verfügen - aufbauend auf der Arbeit in der Grundschule - über vertieftes Wissen der Laut-Buchstaben-Zuordnung und wenden es an. (Dehnung und Schärfung, gleich und ähnlich klingende Laute, Schreibung der s-Laute)
Richtig Schreiben - Wortebene
- 12. Sie beherrschen wortbezogene Regelungen und deren Ausnahmen. (Kennzeichnung von Kürze und Länge des Stammvokals, Wortableitungen und Worterweiterungen)
Richtig Schreiben - Satzebene
- 13. Sie kennen und beachten satzbezogene Regelungen. (Kennzeichen für die Großschreibung, auch bei Nominalisierung, Satzschlusszeichen, Kommasetzung bei Aufzählungen, Zeichensetzung in der wörtlichen Rede)
Richtig Schreiben - Lösungsstrategien
- 14. Sie korrigieren und vermeiden Fehlschreibungen durch
- richtiges Abschreiben
- Sprech- und Schreibproben
- Fehleranalyse
- Nachschlagen in einem Wörterbuch
Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 8
3.1
Sprechen
und Zuhören
Sprechen
- 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über eine zuhörergerechte Sprechweise.
- 2. Sie erzählen intentional, situations- und adressatengerecht und setzen erzählerische Formen als Darstellungsmittel bewusst ein. (z. B. Argumentationen veranschaulichen; eigene und fremde Erlebnisse und Erfahrungen darstellen – Metaphern, Vergleiche, schildernde Passsagen)
- 3. Sie beschaffen Informationen. Sie wählen sie sachbezogen aus, ordnen sie und geben sie adressatengerecht weiter. (über funktionale Zusammenhänge in sachgerechter Sprache berichten; Vorgänge, Personen und Abläufe beschreiben, Abläufe schildern)
- 4. Sie verarbeiten Informationen zu kürzeren,
thematisch
begrenzten freien Redebeiträgen und präsentieren
diese
mediengestützt. (z. B. kurze Referate als Grundlage
für eine Diskussion, eine Textbesprechung)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 5. Sie äußern Gedanken, Empfindungen, Wünsche und Forderungen strukturiert, situationsangemessen, adressatenbezogen und unter Beachtung der Formen gesellschaftlichen Umgangs.
- 6. Sie tragen einen eigenen Standpunkt strukturiert vor und vertreten ihn argumentativ.
Gespräche führen
- 7. Sie beteiligen sich an einem Gespräch
konstruktiv,
sachbezogen und ergebnisorientiert und unterscheiden zwischen
Gesprächsformen. (in einem
Vorstellungsgespräch sowie z. B. in einer Diskussion, einem
Kreisgespräch, einem Informationsgespräch, einem
Planungsgespräch einen eigenen Standpunkt zum Thema
begründet
und nachvollziehbar entwickeln, sich während
des Gesprächs auf
Argumente anderer einlassen, sie erörtern,
verstärken oder
widerlegen; Portfolio nutzen)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 8. Sie unterscheiden in strittigen Auseinandersetzungen zwischen sachlichen und personenbezogenen Beiträgen, setzen sich mit Standpunkten anderer sachlich auseinander und erarbeiten Kompromisse. (z. B. eigene und fremde Gespräche unter dem Aspekt des Sprechverhaltens untersuchen - Verhalten der Sprecherinnen und Sprecher, Auswahl und Anordnung der Gesprächsinhalte, Formulierungsweisen, nonverbales Verhalten, Lösungsvorschläge/Kompromiss-Suche)
Zuhören
- 9. Sie verfolgen konzentriert zusammenhängende mündliche Darstellungen und klären durch Fragen ihr Verständnis und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander.
- 10. Sie formulieren Stichwörter oder Sätze, um das Verständnis von gesprochenen Texten zu sichern und den Inhalt wiedergeben zu können.
Gestaltend sprechen / szenisch spielen
- 11. Sie setzen sprechgestaltende Mittel bewusst ein. (z. B. bei Nachfragen, Beschwerden, Entschuldigungen)
- 12. Sie tragen Texte sinngebend, gestaltend (auswendig) vor. (z. B. Balladen)
- 13. Sie erschließen sich literarische Texte in
szenischem Spiel (Inszenierung einfacher dramatischer Texte)
und setzen dabei verbale und nonverbale Ausdrucksformen ein. (z.
B. Standbilder, Improvisationen, Pantomimen, Dialogisierungen; evtl.
Video-Feedback nutzen)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
3.2
Schreiben
Schreiben als Prozess
- 1. Die Schülerinnen und Schüler gestalten Schreibprozesse selbstständig. (zur Ideenfindung geeignete Verfahren wie Cluster oder Mindmap einsetzen, den Text nach den Normen der Sprachrichtigkeit überarbeiten, stilistische Varianten erproben und Formulierungsentscheidungen auch in Schreibkonferenzen begründen, hierbei die Möglichkeiten von Textverarbeitungsprogrammen nutzen; Schreibkonferenzen/ Schreibwerkstatt durchführen; ggf. Portfolio anlegen und nutzen)
Texte schreiben
- 2. Sie beziehen die Darstellung von Erfahrungen, Gefühlen, Meinungen in Erzähltexte ein. Sie setzen gestalterische Mittel des Erzählens planvoll und differenziert im Rahmen anderer Schreibtätigkeiten ein. (z. B. alltägliche Szenen schildern und die Atmosphäre einfangen; eine Fabel, eine Anekdote aktualisierend ausgestalten; einen szenischen Text in einen epischen umwandeln)
- 3. Sie informieren, indem sie in einem funktionalen
Zusammenhang berichten (über das Leben einer
Autorin/eines Autors, über ein Ereignis, einen Missstand in
Form einer Reportage) oder einen Vorgang bzw. einen
Gegenstand in seinem funktionalen Zusammenhang beschreiben, einen
Vorgang schildern (z. B. Personen, Tiere und ihr Verhalten
oder Bilder, Wege oder Orte).
Sie erklären Sachverhalte und Vorgänge in ihren
Zusammenhängen differenziert. (z. B. Herkunft und Bedeutung
von Begriffen; die Bedeutung und Aufgabe von Organisationen,
Maßnahmen und Veranstaltungen; die Konfliktkonstellation,
ihre Entstehung und Entwicklung, in einer Erzählung,
Verhaltens- und Handlungsweisen von Personen und Figuren)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 4. Sie setzen sich argumentativ mit einem neuen Sachverhalt auseinander. (z. B. Argumente sammeln, ordnen, formulieren, durch Beispiele stützen, Argumente anderer kommentieren, Stellung dazu nehmen; sich mit Ansichten und Problemen in Vorlagen argumentativ auseinandersetzen und begründet eine eigene Position entwickeln)
- 5. Sie gestalten appellative Texte und verwenden dabei verschiedene Präsentationstechniken. (z. B. zu Umweltfragen, schulischen Konflikten einen kritischen Kommentar, einen Aufruf verfassen; für oder gegen eine Sache durch Anzeigen, durch Bild-Text-Collagen eintreten; Werbetexte verändern; durch Kontrastmontagen, durch Gegentexte reagieren; für Vorlagen bzw. in Anlehnung an Vorlagen werbende Texte verfassen; den appellativen Charakter eines Textes beschreiben, bewerten)
- 6. Sie fassen literarische Texte, Sachtexte und Medientexte strukturiert zusammen. (Randbemerkungen, Inhaltsangabe, auch im Nominalstil, mithilfe von Stichwörtern, Symbolen, Farbmarkierungen, Unterstreichungen; Inhalte veranschaulichen: z. B. durch Mindmap, Flussdiagramm)
- 7. Sie beantworten Fragen zu Texten sowie deren Gestaltung
und entwickeln auf dieser Grundlage ihr eigenes
Textverständnis.(dabei
Belege korrekt zitieren; literarische Figuren charakterisieren;
gelernte Fachbegriffe einsetzen; Textdeutungen begründen;
sprachliche Bilder deuten; Thesen formulieren; Argumente zu einer
Argumentationskette verknüpfen, Schlüsse ziehen;
begründet Stellung nehmen)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 8. Sie formulieren Aussagen zu diskontinuierlichen Texten und werten die Texte in einem funktionalen Zusammenhang an Fragen orientiert aus. (z. B. Diagramme, Übersichten, Grafiken)
- 9. Sie kennen, verwenden und verfassen Texte in standardisierten Formaten. (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf; des Weiteren z. B. Annonce, Anträge, Anfragen, Anzeigen, Protokoll, Mitschrift – auch unter Nutzung diskontinuierlicher Texte wie Diagramme, Übersichten u. Ä.)
3.3
Lesen
- Umgang mit Texten und Medien
Lesetechniken und -strategien
- 1. Die Schülerinnen und Schüler
verfügen über Strategien und Techniken des
Textverstehens:
- komplexe Texte sinnerfassend lesen
- verschiedene Informationen entnehmen und zueinander in Beziehung setzen
- Wörter und Begriffe im Kontext klären
- Aussagen erklären und konkretisieren, Stichwörter formulieren, Texte und Textabschnitte zusammenfassen
- ein allgemeines Verständnis des Textes entwickeln
- Schlussfolgerungen ziehen
- Textaussagen mit eigenen Wissensbeständen in Beziehung setzen
- Beziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Textes herstellen
- Textaussagen bewerten
- 2. Sie nutzen selbstständig Bücher und Medien zur Informationsentnahme und Recherche, ordnen die Informationen und halten sie fest; sie berücksichtigen dabei zunehmend fachübergreifende Aspekte. (z. B. Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtensendungen, Rundfunk- und Fernsehangebote, Nachschlagewerke, Bibliotheken, Internet)
Umgang mit Sachtexten und Medien
- 3. Sie untersuchen und bewerten Sachtexte, Bilder und diskontinuierliche Texte im Hinblick auf Intention, Funktion und Wirkung. (z. B. die Informationen eines beschreibenden, berichtenden, argumentierenden Textes zusammenfassen; Informationsgehalt und Schlüssigkeit prüfen; konstitutive Merkmale argumentierender Texte kennen und berücksichtigen: Behauptung/Feststellung, Argument, Beleg/Beispiel etc.)
- 4. Sie orientieren sich in Zeitungen. (elementare
Merkmale kennen - z. B. Schlagzeile, Ressorts, Nachrichtentext;
Textsorten und Stilformen in Zeitungen und Zeitschriften unterscheiden
-
z. B. Bericht, Reportage, Kommentar, Interview, Werbung; mit ihnen
experimentieren; Wirkungsweise und Inhalt ausgewählter
Zeitungstexte beschreiben)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 5. Sie untersuchen Texte audiovisueller Medien im
Hinblick
auf ihre Intention. Sie reflektieren und bewerten deren Inhalte,
Gestaltungs- und Wirkungsweisen. (z. B. Rollen- und
Handlungsmuster, Lebensgefühl und Leitbilder in Werbespots,
Realität und virtuelle Welten in Medien; einfache Hypertexte,
Fachterminologie kennen / Entwerfen und Herstellen eigener
Werbespots)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
Umgang mit literarischen Texten
- 6. Sie unterscheiden spezifische Merkmale epischer, lyrischer und dramatischer Texte, haben Grundkenntnisse von deren Wirkungsweisen und berücksichtigen ggf. historische Zusammenhänge. Sie verfügen über grundlegende Fachbegriffe. (gemeinsame Merkmale von Texten - Fabeln, Balladen - als Merkmale einer literarischen Textsorte erfassen; motivgleiche Texte - z. B. Gedichte - miteinander vergleichen, die Motivabwandlungen in Ansätzen historisch ableiten)
- 7. Sie wenden textimmanente Analyse- und Interpretationsverfahren bei altergemäßen literarischen Texten an und verfügen über die dazu erforderlichen Fachbegriffe. (Handlungsabläufe und Entwicklung von Figuren in umfangreicheren Texten in Form von Kompositionsskizzen und Inhaltsangaben wiedergeben; Texte gliedern und wichtige Textstellen sammeln; Handlungsmotive von Figuren erklären; produktive Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit literarischen Figuren nutzen: z. B. durch Abwandlung der Perspektive die veränderte Wirkung des Textes beobachten)
- 8. Sie verstehen weitere epische Texte.
(Erzählung, Kurzgeschichte, Kalendergeschichte, Novelle, Jugendbuch als Ganzschrift; Handlungsabläufe und die Entwicklung von Figuren erfassen; Texte gliedern; wichtige Textstellen erkennen; sachangemessene Mittel des filmischen Erzählens kennen und beschreiben – Kameraeinstellung und -bewegung, Kameraperspektive, Schnitttechnik etc. beobachten, untersuchen und evtl. erproben) - 9. Sie untersuchen lyrische Formen (Ballade, Erzählgedicht, themenverwandte bzw. motivgleiche Gedichte), erarbeiten deren Merkmale und Funktion. (Gedichte lesen und vortragen – auch auswendig; motivgleiche Gedichte miteinander vergleichen; den Deutungsspielraum der Texte kennen lernen; lyrische Formen und Ausdrucksmittel selbst anwenden; eine persönliche Lyrikanthologie zusammenstellen und die Auswahl im Vorwort begründen)
- 10. Sie untersuchen Dialoge in Texten im Hinblick auf die Konstellation der Figuren, deren Charaktere und Verhaltensweisen. (z. B. altersgemäße Jugendstücke, Szenen und Dialoge, einfache Dramentexte; Inszenieren kurzer Szenen und Erproben der Wirkungsmöglichkeiten)
Produktionsorientierter Umgang mit Texten und Medien
- 11. Sie verändern unter Verwendung akustischer, optischer und szenischer Elemente Texte (z. B. eine Ballade als Hörspiel, ein klassisches Gedicht als Rap in moderner Sprache). Sie präsentieren ihre Ergebnisse in medial geeigneter Form. (z. B. Vortrag mit Instrumenten, CD, Plakat, Internet-Veröffentlichung)
3.4
Reflexion
über Sprache
Sprache als Mittel der Verständigung
- 1. Die Schülerinnen und Schüler erkennen verschiedene Sprachebenen und Sprachfunktionen in gesprochenen und schriftlich verfassten Texten. Sie erkennen Ursachen möglicher Verstehens- und Verständigungsprobleme in mündlichen wie schriftlichen Texten und verfügen über ein Repertoire der Korrektur und Problemlösung (Intentionen und Wirkungsweisen – Sprache und Stil – dieser Texte erkennen; öffentliche und private Kommunikationssituationen unterscheiden, Bewerbungsgespräch; Ursachen von Kommunikationsstörungen kennen und über Lösungswege nachdenken; grundlegende Textfunktionen unterscheiden: Information, Regulierung, Appell, Kontakt, Selbstdarstellung, ästhetische Funktion)
- 2. Sie vergleichen und unterscheiden Ausdrucksweisen und Wirkungsabsichten von sprachlichen Äußerungen und treffen in eigenen Texten solche Entscheidungen begründet. (Information, Regulierung, Appell, Selbstdarstellung)
Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion
- 3. Sie kennen die verschiedenen Wortarten und gebrauchen sie sicher und funktional. (Artikel, Nomen, Verb, Adjektiv, Pronomen, Adverb, Konjunktion, Präposition)
- 4. Sie kennen weitere Formen der Verbflexion, bilden die Formen weitgehend korrekt und können ihren funktionalen Wert erkennen und deuten. (Aktiv / Passiv, Modi, auch stilistische Varianten unterscheiden und ausprobieren)
- 5. Sie festigen, differenzieren und erweitern ihre Kenntnisse im Bereich der Syntax und nutzen sie zur Analyse und zum Schreiben von Texten. (Satzbauformen untersuchen und beschreiben, sie fachlich richtig bezeichnen; komplexe Satzgefüge bilden - Satzglieder, Gliedsätze – Subjektsatz, Objektsatz, Adverbialsatz, Attributsatz – und Satzverbindungen - Wirkungen von Satzbau-Varianten, Gliedsatz-Varianten unterscheiden und ausprobieren)
- 6. Sie gewinnen Sicherheit in der Erschließung und korrekten Anwendung von Wortbedeutungen (Gliederungsmöglichkeiten des Wortschatzes kennen – Schlüsselwörter, Oberbegriff/Unterbegriff; Synonym/Antonym; einen differenzierten Wortschatz gebrauchen einschließlich umgangssprachlicher und idiomatischer Wendungen). Sie verstehen Formen metaphorischen Sprachgebrauchs.
- 7. Sie wenden operationale Verfahren zur Ermittlung der
Satz- und Textstruktur zunehmend selbstständig an.
(Passivprobe, Textreduktion, Texterweiterung, Texte gliedern, Sätze verknüpfen)
Sprachvarianten und Sprachwandel
- 8. Sie unterscheiden Sprachvarianten. (Standard-, Umgangssprache, Gruppensprachen: Jugendsprache, in Ansätzen auch Fachsprachen - Prozesse der Wortentlehnung und der Fachsprachenbildung - Lehnwort, Fremdwort)
- 9. Sie nehmen exemplarisch Einblick in die Sprachgeschichte. Sie kennen Merkmale der Sprachentwicklung.
- 10. Sie erkennen Zusammenhänge zwischen Sprachen und nutzen ihre Kenntnisse für das Erlernen fremder Sprachen.
Richtig Schreiben - Laut- /Buchstabenebene
- 11. Sie beherrschen im Wesentlichen die lautbezogenen Regelungen.
Richtig Schreiben - Wortebene
- 12. Sie verfügen über weitere wortbezogene Regelungen. (Wortableitung und Worterweiterung, häufig gebrauchte Fach- und Fremdwörter, Grundlagen der Zusammen- und Getrenntschreibung)
Richtig Schreiben - Satzebene
- 13. Sie kennen und beachten satzbezogene Regelungen. (Kennzeichen für die Substantivierung von Verben und Adjektiven, Zeitangaben, „dass“ als Konjunktion, Zeichensetzung in Satzgefügen und Satzreihen)
Richtig Schreiben - Lösungsstrategien
- 14. Sie kontrollieren Schreibungen mithilfe
- des Nachschlagens im Wörterbuch
- der Benutzung von Textverarbeitungsprogrammen
- der Fehleranalyse
Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 9
3.1
Sprechen
und Zuhören
Sprechen
- 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über kommunikative Sicherheit.
- 3. Sie berichten über Ereignisse unter Einbeziehung eigener Bewertungen und beschreiben komplexe Vorgänge in ihren Zusammenhängen.
- 4. Sie erarbeiten Referate zu begrenzten Themen und tragen
diese (ggf. mithilfe eines
Stichwortzettels/einer Gliederung) weitgehend frei vor. Sie
unterstützen ihren Vortrag durch
Präsentationstechniken und Begleitmedien, die der Intention
angemessen sind. (z. B. Tafel, Folie, Plakat,
Moderationskarten)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 6. Sie wägen in strittigen Auseinandersetzungen Argumente sachlich ab, entwickeln den eigenen Standpunkt sprachlich differenziert unter Beachtung von Argumentationsregeln.
Gespräche führen
- 7. Sie beteiligen sich mit differenzierten
Beiträgen an Gesprächen. Sie leiten, moderieren und
beobachten Gespräche. (z. B. einen Dialog, ein
Streitgespräch, eine Debatte, ein Rundgespräch, eine
Pro- und Contra-Diskussion strukturieren, in dem Gespräch
nachfragen, Denkanstöße geben, zielorientiert
zusammenfassen)
- 8. Sie verfügen in Auseinandersetzungen
über eine sachbezogene Argumentationsweise; sie setzen
Redestrategien ein; sie bewerten Gesprächs- und
Argumentationsstrategien und erarbeiten Kompromisse. (eigene und fremde
Gespräche strukturell untersuchen – z. B.
kriterienorientiert das eigene Gesprächsverhalten und das
anderer auch in Bezug auf unterschiedliche Gesprächsphasen
beobachten, reflektieren und bewerten; das Verhältnis von
Information, Argumentation und Appell kennzeichnen; das Ergebnis von
Gesprächen darlegen – offener
Gesprächsstand, Widerstreit, Kompromiss)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
Zuhören
- 10. Sie verstehen umfangreiche gesprochene Texte, sichern sie mithilfe geeigneter Schreibformen und geben sie wieder. (z. B. Mitschrift, Protokoll, Mindmap; dabei auch Aufmerksamkeit für verbale und nonverbale Äußerungen entwickeln: z. B. Stimmführung, Körpersprache)
Gestaltend sprechen / szenisch spielen
- 11./12. Sie setzen sprechgestaltende Mittel und Redestrategien in unterschiedlichen Situationen bewusst ein. (z. B. zur Textinterpretation in Rollenspielen, in argumentierenden oder appellierenden Redebeiträgen)
- 13. Sie erarbeiten mithilfe gestaltenden Sprechens literarischer Texte und szenischer Verfahren Ansätze für eigene Textinterpretationen. (z.B. durch unterschiedliche sprecherische Gestaltung von Textstellen kontroverse Deutungen realisieren)
3.2
Schreiben
Schreiben als Prozess
- 1. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen Verfahren prozesshaften Schreibens. (Schreibplanung: Zielsetzung, Arbeitshypothesen, Gliederung, Stoffsammlung; Generierung strukturierter, verständlicher, sprachlich variabler und stilistisch stimmiger Entwürfe: sprachliche Mittel einsetzen; Zitate in Texte integrieren; über notwendige fachspezifische Begrifflichkeit verfügen; sprachliche und inhaltliche Überarbeitung (auch rechtschreiblich, evtl. unter Nutzung von Textverarbeitungsprogrammen): Aufbau, Inhalt und Formulierungen hinsichtlich der Aufgabenstellung überprüfen. Insgesamt: in situationsadäquatem Tempo lesbar schreiben)
Texte schreiben
- 3. Sie informieren über komplexe Sachverhalte, über Gesprächsergebnisse und Arbeitsabläufe (mithilfe von: Exzerpt, Mitschrift, Protokoll) und beschreiben vom eigenen oder fremden Standpunkt aus (z. B. Personen, Sachverhalte, Gegenstände), beschreiben Textvorlagen oder Teile und Aspekte von Vorlagen. Sie erklären Sachverhalte unter Benutzung von Materialien und Beobachtungen an Texten. (z. B. Vorgänge in Zusammenhängen, abstrakte Begriffe, biografische, soziale, ökonomische, politische oder historische Hintergründe zum Verständnis von Texten)
- 4. Sie verfassen unter Beachtung unterschiedlicher Formen
schriftlicher Erörterung argumentative Texte. (Thesen
entwickeln, Argumente sammeln und ordnen, korrekt zitiert belegen,
Argumente durch Beispiele veranschaulichen, Schlussfolgerungen ziehen;
Argumentationsgang einer Vorlage zusammenfassen; Argumente
überlegt anordnen, Gegenargumente begründet
zurückweisen, z.B. in einer Resolution, einem Leserbrief)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 7. Sie analysieren Texte und Textauszüge (literarische
Texte, Sachtexte und medial vermittelte Texte) unter
Berücksichtigung formaler und sprachlicher Besonderheiten und
interpretieren sie ansatzweise.
(Inhalte
auch längerer und komplexerer Texte verkürzt und
abstrahierend wiedergeben; Informationen aus linearen und
nicht-linearen Texten zusammenfassen, so dass insgesamt eine
kohärente Darstellung entsteht; formale und
sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel und ihre Wirkungsweise an
Beispielen darstellen; Deutungshypothesen erstellen, Argumente und
Gegenargumente formulieren, überdenken und einbeziehen;
Argumente gewichten und Schlüsse ziehen; einen
Argumentationsansatz erstellen und begründet entfalten)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 8. Sie verfassen formalisierte kontinuierliche sowie diskontinuierliche Texte und setzen diskontinuierliche Texte funktional ein. (z. B. Grafiken, Schaubilder, Statistiken in Referaten, Praktikumsbericht.)
3.3
Lesen
- Umgang mit Texten und Medien
Lesetechniken und -strategien
- 1. Die Schülerinnen und Schüler wenden
erweiterte
Strategien und Techniken des Textverstehens weitgehend
selbstständig an:
- überfliegend, selektiv, kursorisch, navigierend (z. B. Bild-Ton-Text integrierend) lesen
- genaues Erfassen der Informationen komplexerer Texte
- Erschließen schwieriger Textpassagen / Begriffe
- Fragen und Arbeitshypothesen formulieren
- Erstellen von Exzerpten und Übersichten
- Formulierung von Hypothesen unter Einbeziehung eigener Wissensbestände
- Entwicklung einer textbezogenen Interpretation
- Nachdenken über Inhalt, Sprache und Form eines Textes
Umgang mit Sachtexten und Medien
- 3. Sie verstehen komplexe Sachtexte. (vor allem
argumentative Texte, (politische) Reden unter Berücksichtigung
rhetorischer Mittel; Nachricht, Kommentar, Gesetz, Vertrag,
Gebrauchsanweisung, diskontinuierliche Texte und Bilder; Textfunktion
berücksichtigen; Thema, Argumentationsgang, Stilmittel
erkennen, Aussageabsicht erschließen; Zusammenhang zwischen
Autorintention(en), Textmerkmalen, Lesererwartungen und Wirkungen
erfassen; Texte auf Realitätsgehalt prüfen; zwischen
Information und Wertung unterscheiden; Schlussfolgerungen ziehen,
Stellung zu den Aussagen beziehen)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 4./5. Sie untersuchen die Informationsvermittlung und
Meinungsbildung in Texten der Massenmedien (vor
allem zu jugendspezifischen Themen: z. B. regionale und
überregionale Zeitungen und Fernsehsendungen) und
berücksichtigen dabei auch medienkritische Positionen. Sie
verfügen über die notwendigen
Hintergrundinformationen, die Fachterminologie und die Methoden zur
Untersuchung medial vermittelter Texte (z.B.
Informationen zu einem Thema/Problem in unterschiedlichen Medien
suchen, vergleichen, auswählen und bewerten; Suchstrategien
einsetzen; Interviews auf Fragetechnik und Antwortstrategien
untersuchen; Steuerungsmöglichkeiten in Interviews, Talk-Shows
o.
Ä. darlegen; medienspezifische Formen kennen: z. B. Print- und
Online-Zeitungen, Infotainment, Hypertexte, Werbekommunikation, Film)
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit
Umgang mit literarischen Texten
- 6. Sie kennen und verstehen altersstufengemäße epische, lyrische und dramatische Texte und schätzen deren Wirkungsweisen ein. (Spektrum altersangemessener Werke bedeutender Autorinnen und Autoren kennen; zentrale Inhalte erschließen; Struktur von Handlung, Ort und Zeit mithilfe von Kompositionsskizze oder Inhaltsangabe erfassen; Figurenkonstellation und Handlungsmotive der Figuren, den zentralen Konflikt herausarbeiten; beispielhaft den Zusammenhang zwischen Text, Entstehungszeit und Lebensumständen des Autors/derAutorin untersuchen; alternative Handlungs- und Lebensentwürfe vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen gestalten; über die notwendigen Fachbegriffe verfügen)
- 7. Sie erschließen (beschreiben und deuten)
literarische
Texte mit Verfahren der Textanalyse auch unter Einbeziehung
historischer
und gesellschaftlicher Fragestellungen. (Textinhalt
– Handlung, Handlungszusammenhang – wiedergeben;
Figuren-,
Raum-, Zeitdarstellung, spezifische Formen und Merkmale untersuchen und
ihre Funktion bestimmen; an einem Beispiel Epochenmerkmale
identifizieren und berücksichtigen – Wort-, Satz-,
Gedankenfiguren, Bildsprache (Metapher))
Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit - 8. Sie verstehen längere epische Texte. (längerer Erzähltext bzw. Roman; die Handlung – z. B. in einer Inhaltsangabe – erfassen; Besonderheiten der Textsorte erkennen; die handelnden Personen charakterisieren; Gestaltungsmittel in ihrer Funktion beschreiben – z. B. Erzähler, Erzählperspektive etc.; sich mit den Texten auseinandersetzen, indem das Gelesene auf Kontexte (z. B. eigenes Vorwissen) bezogen wird; über Methoden zur Untersuchung medial vermittelter Erzähltexte verfügen – Film, Literaturverfilmung)
- 9. Sie erschließen auf der Grundlage eingeführten fachlichen und methodischen Wissens lyrische Texte und stellen ihre Ergebnisse in Form eines zusammenhängenden und strukturierten, deutenden Textes dar. (z. B. durch den Vortrag auswendig gelernter Gedichte, durch gestaltendes Lesen eine Sensibilisierung für Auffälligkeiten im Text erreichen; Deutungshypothesen formulieren und am Text überprüfen; lyrische Texte auf ihren Entstehungskontext beziehen; themenverwandte Gedichte vergleichen; eine Autorin/einen Autor über eine Auswahl von Gedichten kennen lernen)
- 10. Sie verstehen und erschließen dramatische Texte unter Berücksichtigung struktureller, sprachlicher und inhaltlicher Merkmale. (z. B. Merkmale des Dramas erarbeiten; Figurenzeichnung und Konfliktbehandlung im Drama untersuchen; durch produktive Ausarbeitung eine Rolle im Drama untersuchen; durch die produktive Ausarbeitung einer Rolle Handlungsmotive aufklären; Konfliktbewältigungen nachzeichnen oder alternativ entwickeln; Vorschläge zur Inszenierung einer Dramenszene, Teile eines Drehbuchs entwerfen und evtl. im eigenen Spiel erproben; Inszenierung eines Dramas nach einem Theaterbesuch mit der Vorlage vergleichen)
Produktionsorientierter Umgang mit Texten und Medien
- 11. Sie arbeiten gestaltend mit Texten. (z. B. Bild-Text-Ton-Verbindungen u. Ä.; diese medial vermittelten Texte präsentieren; Perspektivenwechsel gestalten: innerer Monolog, Brief in der Rolle einer literarischen Figur; szenische Umsetzung, Paralleltext, weiterschreiben, in eine andere Textsorte umschreiben)
3.4
Reflexion
über Sprache
Sprache als Mittel der Verständigung
- 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen verbale und nonverbale Strategien der Kommunikation (auch grundlegende Faktoren eines Kommunikationsmodells) und setzen diese gezielt ein und reflektieren ihre Wirkung.
- 2. Sie unterscheiden und reflektieren bei Sprachhandlungen Inhalts- und Beziehungsebenen und stellen ihre Sprachhandlungen darauf ein. (gelingende und misslingende Kommunikation; öffentliche bzw. private Kommunikationssituationen)
Sprachliche Formen und Strukturen in ihrer Funktion
- 3. Sie verfügen über Kenntnisse in Bezug auf Funktion, Bedeutung und Funktionswandel von Wörtern; sie reflektieren und bewerten ihre Beobachtungen. (z. B. Formen poetischen und öffentlichen Sprachgebrauchs unterscheiden und für die Untersuchung von Texten und das Schreiben eigener Texte nutzen; Erscheinungen des Sprachwandels kennen und bewerten: z. B. Bedeutungswandel, fremdsprachliche Einflüsse)
- 4./5.Sie verfügen sicher über grammatische Kategorien und deren Leistungen in situativen und funktionalen Zusammenhängen. (Temporale Tiefenstruktur von Texten, Indirekte Rede, Fachvokabular bei der Sprachanalyse, syntaktische Strukturen)
- 6. Sie unterscheiden sicher zwischen begrifflichem und bildlichem Sprachgebrauch. (ausgewählte rhetorische Mittel kennen)
- 7. Sie beherrschen sprachliche Verfahren und können diese beschreiben. (z. B. Textwiedergabe, Paraphrase, Perspektivwechsel; Gedanken in argumentierenden Texten verknüpfen; gedankliche Struktur eines Textes herausarbeiten; Begriffshierachien, Wortzusammensetzungen, Sondersprachen in anschaulichen Beispielen entfalten)
Sprachvarianten und Sprachwandel
- 8. Sie reflektieren Sprachvarianten. (Standard-/Umgangssprache; Fachsprachen, Gruppensprachen, Dialekt, geschriebene und gesprochene Sprache, fremdsprachliche Einflüsse)
- 9. Sie kennen und bewerten ausgewählte Erscheinungen des Sprachwandels. (z. B. Bedeutungswandel, fremdsprachliche Einflüss )
- 10. Sie reflektieren ihre Kenntnis der eigenen Sprache und ihre Bedeutung für das Erlernen von Fremdsprachen. (Mehrsprachigkeit zur Entwicklung der Sprachbewusstheit und zum Sprachvergleich nutzen)
Richtig Schreiben - Wortebene
- 12. Sie schreiben im Bereich wortbezogener Regelungen weitgehend sicher. (vor allem: Fach- und Fremdwörter, Zusammen- und Getrenntschreibung)
Richtig Schreiben - Satzebene
- 13. Sie verfügen über weitere satzbezogene Regelungen. (vor allem: Besonderheiten der Groß- und Kleinschreibung, Regeln der Zeichensetzung bei Zitaten, Zeichensetzung im Satzgefüge)
Richtig Schreiben - Lösungsstrategien
- 14. Sie korrigieren und vermeiden Fehler mithilfe
- des Regelteils eines Wörterbuchs
- von Computerprogrammen
- selbstständiger Fehleranalyse: Ableiten, Wortverwandtschaften suchen, grammatisches Wissen anwenden
Auszug aus dem Kernlehrplan Deutsch für die fünfjährige Sekundarstufe I am Gymnasium, hrsg. vom Ministerium für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen (14.06.2007). Den vollständigen Kernlehrplan erhalten Sie beim Ritterbach Verlag GmbH, Schriftenreihe "Schule in NRW". Alle Rechte für Druck und Vertrieb der Kernlehrpläne liegen beim Verlag.
