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Beispiel für einen schulinternen Lehrplan zum Kernlehrplan für Gesamtschulen - Biologie
Hinweis:
Nach § 29 und §70 SchulG erstellt die Fachkonferenz auf der Grundlage vorliegender Lehrpläne schuleigene Unterrichtsvorgaben. Die Fachkonferenz entscheidet dabei insbesondere über
- Ziele und Arbeitspläne,
- Grundsätze zur fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit,
- Grundsätze zur Leistungsbewertung,
- Vorschläge an die Lehrerkonferenz zur Einführung von Lernmitteln,
- die Zusammenarbeit mit anderen Fächern,
- Maßnahmen zur schulinternen Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
- Evaluationsmaßnahmen und Rechenschaftslegung.
Im Folgenden steht ein Beispiel für den schulinternen Lehrplan einer fiktiven Gesamtschule auf der Grundlage des Kernlehrplans Naturwissenschaften/Biologie zur Verfügung. Er hat zum Ziel, alle wichtigen Aufgaben der Lernbereichskonferenz bzw. der Fachkonferenz. angemessen zu berücksichtigen und die allgemein verbindlichen Entscheidungen der Fachkonferenz zu dokumentieren. Er versteht sich als dynamisches Dokument, das laufend aktualisiert werden muss und so eine systematische Weiterentwicklung des Unterrichts und der fachlichen Arbeit gewährleistet.
Dieses Beispiel kann und soll verändert werden, um es den spezifischen Zielen und Bedingungen einer Schule anzupassen. Bei der Konkretisierung der Unterrichtsvorhaben werden einzelne Beispiele vorgestellt, jedoch sind nicht alle Vorhaben vollständig ausformuliert. Die Fachgruppen besitzen entsprechende Freiheiten zur eigenen Gestaltung. Es wurden jedoch Vorlagen eingefügt, die entsprechende Vorgaben des Kernlehrplans bereits enthalten und so den Arbeitsaufwand der Fachgruppen bei der Bearbeitung mindern können.
Zu den Inhaltsfeldern und Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans Naturwissenschaften/Biologie Gesamtschule
Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit
Um zu verdeutlichen, wie die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen in den schulinternen Lehrplan auf der Grundlage des Kernlehrplans Biologie einfließen, wird im Punkt 1 zunächst die Schule näher vorgestellt. Den Fachkonferenzen wird empfohlen, eine nach den Aspekten im vorliegenden Beispiel strukturierte Beschreibung für ihre Schule (ggf. nur in Stichworten und nicht ausformuliert) zu erstellen, um die Ausgangsbedingungen für die Erstellung des schulinternen Lehrplans festzuhalten.
Der Fachkonferenz wird empfohlen, hier alle relevanten Rahmenbedingungen für die fachliche Arbeit an der Schule festzuhalten wie etwa:
- Größe und Ausstattung
- Unterrichtstaktung
- Stundenverortung und Lehrkräfte
- Bezüge zum Schulprogramm
- Fachziele und besondere Maßnahmen zur Ausprägung des Fachprofils
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Die Schule ist unterteilt in zwei Dependancen. Die Jahrgangsstufen 5 bis 8 sind in einem Gebäude mit zwei Fachräumen und die Jahrgangsstufen 9 bis 13 sind in einem zweiten, größeren Gebäude mit drei Fachräumen untergebracht. Insgesamt unterrichten 2 Lehrerinnen und Lehrer das Fach Physik, 10 das Fach Biologie und 6 das Fach Chemie. In der Jahrgangsstufe 5 und 6 wird das Fach Biologie zweistündig unterrichtet. In den Jahrgängen 8-10 wird das Fach Chemie laut Beschluss der Schulkonferenz in fachleistungsdifferenzierten Kursen erteilt.
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Jg. |
Fachunterricht von 5 bis 6 |
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|---|---|---|---|
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5 |
Bi (2) |
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6 |
Bi (2) |
Ph (2) |
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Fachunterricht von 7 bis 10 |
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7 |
Ph (2) |
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8 |
Bi (2) |
Ch (2) |
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9 |
Bi (2) |
Ch (2) |
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10 |
Ph (2) |
Ch (2) |
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Besonders in den unteren Jahrgangsstufen wird der Unterricht im Wesentlichen von zwei Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern übernommen, wodurch die individuelle Förderung gesichert wird. Dieses Konzept erleichtert flexible Unterrichts- und Lernformen, Projektunterricht oder selbstgesteuertes Lernen in Kleingruppen.
Für alle Inhaltsfelder stehen Materialien für Experimente in 8 bis 10-facher Ausführung (3-er Gruppen) zur Verfügung. Wahlpflichtunterricht wird ab der Klasse 6 unterrichtet.
Ziele der Fachgruppe:
Der Biologieunterricht soll möglichst in Doppelstunden stattfinden. In nahezu allen Inhaltsfeldern wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, Schülerexperimente durchzuführen. Individualisiertes Lernen wird durch Unterrichtsmethoden selbstständigen Lernens unterstützt.
Ein Leitgedanke des Schulkonzepts ist die Teamschule, d. h., dass möglichst wenige Lehrerinnen und Lehrer pro Klasse eingesetzt werden,
- um fachübergreifendes Arbeiten zu erleichtern.
- um genauere Diagnosen des Lernens einzelner Schülerinnen und Schüler leisten zu können.
- um Arbeitszeiten flexibel zu halten, etwa um Experimente zeitnaher auswerten zu können.
- um Kompetenzerwerb im Unterricht konsistenter und systematischer organisieren zu können.
Beitrag des Faches zur Erreichung der Erziehungsziele der Schule
Der Biologieunterricht soll Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen wecken und die Grundlage für das Lernen in Studium und Beruf in diesem Bereich vermitteln. Dabei sollten fachlich fundierte Kenntnisse die Voraussetzung für einen eigenen Standpunkt und für verantwortliches Handeln sein. Hervorzuheben sind hierbei die Aspekte Ehrfurcht vor dem Leben, Nachhaltigkeit, Umgang mit dem eigenen Körper und ethische Grundsätze.
Funktionsinhaber der Fachgruppe (Fachvorsitz, Stellvertretung, ggf. Beauftragte)
Den Fachvorsitz der Fachkonferenz Naturwissenschaften führt Herr E., stellvertretender Fachkonferenzvorsitzender und Gefahrstoffbeauftragter ist Herr S.
Kooperationen
- Emscher Genossenschaft:
- Bachpatenschaft, Kooperation mit dem WPI NW-Kurs (Jahrgangsstufe 8) für das ökologische Thema „Fließgewässer“.
- Emscher-Kids, Projekt „Grüne Welle“, Sieger des Focus Schülerwettbewerbs 2011.
- Klimakonferenz an der Gesamtschule.
- Berufswahlorientierung.
- Gruga Park Essen - Schule Natur. Kooperation mit WPI NW-Kurs (Jahrgangsstufe 8).
- Im Bereich der Sexualerziehung findet eine Kooperation mit Pro Familia und dem Lore Agnes Haus statt.
- Alfried-Krupp-Schülerlabor für alle Jahrgänge.
2 Entscheidungen zum Unterricht
2.1 Unterrichtsvorhaben
Für eine systematische Entwicklung von Kompetenzen über die Klassen einzelner Jahrgänge in der gesamten Schullaufbahn, bei gegebenenfalls wechselnden Lehrpersonen, ist es erforderlich, klare Vereinbarungen über verbindliche Inhalte und über zu erreichende Entwicklungsziele der Schülerinnen und Schüler zu treffen. Die Absprachen sollen sich auf das Notwendige beschränken und lassen Kolleginnen und Kollegen darüber hinaus die erforderlichen Freiheiten zur Gestaltung ihres Unterrichts.
Im Folgenden werden die von der Fachgruppe getroffenen Vereinbarungen zur inhaltlichen Gestaltung des Unterrichts und der Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler dokumentiert. In einer tabellarischen Übersicht werden den einzelnen Jahrgängen Kontextthemen zugeordnet. In der dritten Spalte wird dabei der Bezug zu den Inhaltsfeldern und Schwerpunkten des Kernlehrplans angegeben. In der vierten Spalte sind die Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung in Kurzform genannt, die in diesem Themenbereich eine besondere Bedeutung besitzen und schwerpunktmäßig verfolgt werden sollen. In der fünften Spalte sind dementsprechend Aspekte der Kompetenzentwicklung beschrieben, die bei der Gestaltung des Unterrichts besondere Beachtung finden sollen. Diese Spalte vermittelt über die Unterrichtsthemen hinweg einen Eindruck, wie sich die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im zeitlichen Verlauf bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 entwickeln sollen.
2.1.1 Übersichtsraster Biologie Gesamtschule
Jahrgangsstufe 5/6
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Jg. |
Kontexte |
Inhaltsfeld und Schwerpunkte |
Schwerpunkte der übergeordneten Kompetenzerwartungen |
Aspekte der Kompetenzentwicklung |
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5 |
Tiere und Pflanzen in meiner Umgebung (5.1) |
Tiere und Pflanzen in Lebensräumen
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UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren K4 Daten aufzeichnen und darstellen B1 Bewertungen an Kriterien orientieren |
Entwickeln grundlegender Fertigkeiten beim naturwissenschaftlichen Arbeiten an Kriterien:
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Nützliche Tiere und Pflanzen (5.1) |
Tiere und Pflanzen in Lebensräumen
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K7 Beschreiben, präsentieren, begründen E4 Untersuchungen und Experimente planen E5 Untersuchungen und Experimente durchführen E6 Untersuchungen und Experimente auswerten |
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Die Sonne – Motor des Lebens (5.2)
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Tiere und Pflanzen im Jahreslauf Fotosynthese |
E6 Untersuchungen und Experimente auswerten K2 Informationen identifizieren |
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Pflanzen und Tiere - Leben mit den Jahreszeiten (5.2)
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Tiere und Pflanzen im Jahreslauf
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UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren E3 Hypothesen entwickeln E4 Untersuchungen und Experimente planen K1 Texte lesen und erstellen K5 Recherchieren B2 Argumentieren und Position beziehen |
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6 |
Zusammenspiel der Sinne – Orientierung in der Umwelt (6.1)
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Sinne und Wahrnehmung Sinnesorgane des Menschen |
E6 Untersuchungen und Experimente auswerten K6 Informationen umsetzen B3 Werte und Normen berücksichtigen |
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Tiere mit besonderen Sinnen (6.1)
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Sinne und Wahrnehmung
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UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren K5 Recherchieren |
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Nahrung – Energie für den Körper (6.2)
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Bau und Leistung des menschlichen Körpers Ernährung |
K4 Daten aufzeichnen und darstellen K8 Zuhören, hinterfragen K9 Kooperieren und im Team arbeiten |
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Aktiv werden für ein gesundheitsbewusstes Leben (6.2)
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Bau und Leistung des menschlichen Körpers
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UF4 Wissen vernetzen E5 Untersuchungen und Experimente durchführen B1 Bewertungen an Kriterien orientieren B3 Werte und Normen berücksichtigen |
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Jahrgangsstufe 8/9
2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit
Hier können Grundsätze zur Unterrichtsgestaltung festgehalten werden, die für alle Lerngruppen verbindlich sind. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass etwa bei Lehrer- und Klassenwechsel sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrpersonen mit einer Kontinuität der Lehr- und Lernbedingungen rechnen können. Typische Absprachen betreffen hier z.B. die angestrebten Anteile des experimentellen Arbeitens, besondere Lehr- und Lernstile, bevorzugte Sozialformen, Sitzordnungen, Maßnahmen zur Binnendifferenzierung und zum individualisierten Lernen usw.
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Der Biologieunterricht knüpft an den Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schülern an. Dazu werden Schülervorstellungen im Unterricht erfasst und weiterentwickelt. Die Fachkonferenz legt besonderen Wert auf selbständiges und handlungsorientiertes Lernen.
Das Experiment nimmt dabei eine zentrale Stellung im naturwissenschaftlichen Unterricht ein. Wenn die Ausstattung es zulässt und ein Experiment sich inhaltlich als Schülerexperiment eignet, experimentieren die Schüler mit einem Partner oder in Gruppen. Durch die Arbeit in Gruppen werden kommunikative und soziale Kompetenzen ausgebildet, geschult und weiterentwickelt.
Einige Experimente werden als Lehrerdemonstrationsexperimente durchgeführt, z.B. aufgrund von Sicherheitsauflagen. Die Einhaltung der Sicherheit ist Grundvoraussetzung für jeden experimentellen Unterricht. Experimente werden mithilfe von standardisierten Versuchsprotokollen dokumentiert und ausgewertet. In der 5. Klasse wird die Struktur der Protokolle weitgehend vorgegeben. Im Verlaufe der Schullaufbahn wird das vorgegebene Gerüst immer weiter reduziert. Am Ende der Sekundarstufe I sind die Schülerinnen und Schüler dann in der Lage ein Experiment vollkommen selbstständig zu protokollieren und auszuwerten.
Individualisierte Lernformen beinhalten:
- kooperative Lernformen (Think-Pair-Share, rotierendes Schreibgespräch).
- gestufte Lernhilfen (Strukturierungskarten, inhaltliche Hilfekarten)
- Helfersysteme bzw. Hilfesysteme besonders in offenen Lernformen wie z.B. Stationenlernen (Jede Gruppe entscheidet selbst, auf welche Hilfen sie zurückgreifen möchte.).
- projektorientiertes Arbeiten (Klimakonferenz).
- offene Lernformen (Lernaufgaben, offene Aufgabenstellungen, Arbeitspläne).
- Lernen an Stationen.
- Lernen durch Lehren – Schülerinnen und Schüler unterrichten Schüler (7. Klassen unterrichten 5. Klassen).
- Lernaufgaben werden in unterschiedlichen Leistungsniveaus angeboten und ausgewiesen.
- offenes Arbeiten in einer gestalteten Lernumgebung (Bücherei, Computer und Internet, schülergerechte Experimentiermaterialien).
- Stärkung des eigenverantwortlichen Lernens durch Selbstreflexion und unterstützende Fremdreflexion des Lernprozesses durch Lehrerin oder Lehrer (Lerntagebuch, Forschermappe, Ich-Kompetenzen).
- Angebote für Schülerinnen und Schüler mit praktischen Fähigkeiten (z. B. Mikroskopie, Schulgarten, Gewässeruntersuchungen, Bestimmungsübungen).
Sprachförderung
- In den naturwissenschaftlichen Unterricht sollen konkrete Übungsphasen integriert werden, in denen die Sprachfähig und -fertigkeit geübt und überprüft werden kann.
- Einzelne Versuchsprotokolle werden hinsichtlich der Sprachfähig und -fertigkeit unter Berücksichtigung der Fachsprache ausführlich besprochen. Besondere Betonung sollte auf der fachmethodischen Unterscheidung von Beschreibung, Beobachtung und Deutung bzw. Erklärung liegen.
- Sowohl im Unterricht als auch bei Hausaufgaben werden Aufgaben gestellt, deren Lösungen von den Schülern eigenständige Formulierungen erfordern. Dabei werden die Anforderungen zunehmend nach dem Leistungsvermögen bzw. nach den Abschlussprognosen der einzelnen Schüler differenziert. Diese Aufgaben sind eine wichtige Vorbereitung für den Beruf und die weitere Schullaufbahn.
- Bei schriftlichen Übungen wird die Rechtschreibung korrigiert und Formulierungshilfen angeboten.
Sonstige verbindliche Absprachen
- Nach jeder Stunde sorgt der Lehrer dafür, dass der Fachraum ordentlich und sauber verlassen wird und die Tafel geputzt ist.
- Verwendete Experimentiermaterialien werden zeitnah in die ausgewiesen Schrankbereiche zurückgestellt.
- Defekte Geräte sind auf den Reparaturtisch im Vorbereitungsraum abzustellen und der Sammlungsleiter entsprechend zu informieren.
- Das Fach Naturwissenschaften wiederholt und vertieft in den ersten Wochen der Jahrgangsstufe 5 die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen „Hefter-Führung“ und „Visualisierungstechniken“. Absprachen werden im Team 5 getroffen.
Projekte und außerschulische Lernorte
Die Lerninhalte des Kontextes „Nützliche Tiere und Pflanzen“ (Jahrgang 5) werden durch die praktische Arbeit im Schulgarten unterstützt. Schülerinnen und Schüler lernen hierbei Pflanzen, die bei der täglichen Ernährung eine Rolle spielen, konkret kennen. Das Thema „Aktiv werden für ein gesundheitsbewusstes Leben“ wird außerdem innerhalb der Projektwoche zu Beginn des 5. Jahrgangs ausgiebig behandelt.
In der Jahrgangsstufe 8 sollen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Bachpatenschaft (Kooperation mit der Emscher Genossenschaft) das Ökosystem Fließgewässer kennenlernen, am schulnahen Gewässer untersuchen und nachhaltig betreuen. Dies soll das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern.
2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung
Die folgenden Absprachen sollen einerseits eine Vergleichbarkeit von Leistungen einzelner Lerngruppen gewährleisten, um die Leistungen der Lerngruppen und gegebenenfalls besondere Probleme diskutieren zu können. Sie bilden andererseits eine Grundlage, Schülerinnen und Schüler über Erwartungen an ihre Leistungen zu informieren. Sowohl ihnen als auch den beurteilenden Lehrpersonen wird durch Angabe von Maßstäben die Möglichkeit gegeben, Ziele zu formulieren und zu überprüfen, in welchem Maße diese erreicht werden.
Es ist sinnvoll, dabei nicht nur Bereiche anzugeben, die in die Leistungsbewertung einfließen, sondern in diesen Bereichen auch Kriterien zu benennen, nach denen Leistung beurteilt wird.
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Die Fachkonferenz hat sich darauf verständigt, verschiedene Aspekte von Leistung zu bewerten. Die Kompetenzbereiche Umgang mit Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung sollen zu gleichen Teilen in die Bewertung einfließen. Eine Schwerpunktsetzung auf den Kompetenzbereich „Umgang mit Fachwissen“ ist nicht zulässig.
Im Biologieunterricht der Sekundarstufe I werden außerhalb des WP- Wahlpflichtbereiches keine Klassenarbeiten geschrieben. Hier wird ausschließlich der Bereich „Sonstige Leistungen“ nach Kriterien, wie Engagement im Unterricht, Kooperationsfähigkeit in der Gruppe, Einhalten von Regeln und Absprachen beim praktischen Arbeiten, Tests, häusliche Vor- und Nachbereitungsarbeiten, Präsentationen, Versuchsprotokolle und die Arbeitsmappen (Portfolio) bewertet.
Die Bewertung der mündlichen Mitarbeit ist zu messen an der Qualität der Aussagen in Bezug auf den Fortgang des Lernprozesses. Auch nicht zutreffende Aussagen können hilfreich sein. Eine effektive Arbeit in Gruppen fordert soziale Kompetenzen, konzentriertes und zielgerichtetes Arbeiten. Die Kooperationsfähigkeit und die Qualität der Arbeitsprodukte sind in die Bewertung mit einzubeziehen.
Weitere Leistungen wie altersgemäße Präsentationen mit unterschiedlichen Techniken und Medien, ordnungsgemäß geführte Hefter mit Inhaltsverzeichnissen, eigenständig angefertigte Zusatzarbeiten und Tests werden in die Benotung einbezogen.
Die Bewertungskriterien für alle Bereiche werden zu Beginn jedes Schulhalbjahres transparent gemacht. Die Schülerinnen und Schüler sollen zunehmend befähigt werden selbst Kriterien zu Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung zu formulieren und diese anzuwenden. Im Unterrichtsverlauf werden sie mindestens einmal pro Quartal über ihren erreichten Lernstand informiert.
Aspekte der Leistungsbewertung in Übersicht
- Mündliche Mitarbeit
- Schriftliche Übungen/Tests
- Versuchsprotokolle
- Schüler-Vorträge
- Broschüren, Flyer
- Experimentierfähigkeit
- Hefter-Führung
Anhand der nachfolgenden Kriterien bzw. Indikatoren können die Leistungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler beobachtet, mit Hilfe von Beobachtungsbögen dokumentiert und auf dieser Grundlage schließlich bewertet werden.
Schriftliche Übungen/Tests
Nach Absprache innerhalb der Fachkonferenz sollen regelmäßig kurze, angekündigte Tests geschrieben werden, die in Dauer (max. 15 Minuten) und Umfang (letztes Inhaltsfeld) zu begrenzen sind. Die Wertigkeit von Tests ist nicht höher anzusetzen als sonstige mündliche Leistungen und dürfen nicht die Wertigkeit einer Klassenarbeit besitzen. Das Ergebnis eines Tests wird entweder nur über die erreichte Punktzahl oder über die Angabe der Punkte sowie einer Note mitgeteilt.
Versuchsprotokolle
Versuchsprotokolle werden anhand von Bewertungsbögen bewertet.
Ein exemplarischer Bewertungsbogen:
Bewertung des Versuchsprotokolls von: _________________________
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Kriterium |
Bewertung |
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Überschrift
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Geräte/Chemikalien
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Aufbau / Versuchsskizze
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Versuchsdurchführung
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Beobachtung
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Deutung
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Äußere Form/Ordnung
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Note |
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Schülervorträge (Einzel- oder Gruppenvortrag)
Ein exemplarischer Bewertungsbogen:
Bewertung des Schülervortrags von: ____________________________
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Kriterium |
Bewertung |
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Aufbau
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Material
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Fachliche Information
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Vortragsweise
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Handout
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Note |
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Rückmeldebogen für: __Schüler X____
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Bewertungskriterien: |
Kriterien: |
+/- |
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äußere Form |
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Gliederung |
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Inhalt |
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Abbildungen |
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Sonstiges |
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Verbesserungsvorschläge |
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Note |
xxx |
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Experimente / Experimentierfähigkeit
Durchführung von Schülergruppenexperimenten
Die Bewertung der beim Schülergruppenexperiment beobachteten Leistungen erfolgt mithilfe des Beobachtungsbogens.
Ein exemplarischer Beobachtungsbogen:
Bewertung der Experimentierfähigkeiten von:_______________________
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Kriterium |
Bewertung |
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Sozialer Bereich |
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Praktischer Bereich |
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allgemeinen Sicherheitsvorschriften durch |
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verfügt über die notwendigen eigenen Aufzeichnungen |
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Theoretischer Bereich |
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Note: |
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Anregungen zur Arbeit im Team:
Das Laborteam
In jedem naturwissenschaftlichen Labor gibt es verschiedene Aufgaben. Für diese Aufgaben sind unterschiedliche Personen verantwortlich. Ihr werdet bei den Experimenten, die ihr im Team durchführt, nacheinander alle Aufgabenbereiche kennen lernen. Dazu werdet ihr wenigstens ein Mal eine der folgenden Rollen übernehmen:
1. Der Laborleiter/Die Laborleiterin
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Diese Person hat die Oberaufsicht, trägt die Verantwortung und ist Sprecher/Sprecherin des Teams. Sie: • liest den Arbeitsauftrag für das Team vor. • überprüft, ob der Protokollant alles notiert hat. • entscheidet bei allen Streitigkeiten. • sammelt die Rückmeldebögen des Teams ein. |
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2. Der Zeitleiter/Die Zeitleiterin
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Diese Person: • behält die Uhr im Auge. • erinnert das Laborteam daran, wie viel Zeit es noch zur Erledigung aller Aufgaben (Experimentieren - Protokollieren - Aufräumen) hat. |
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3. Der Materialleiter/Die Materialleiterin
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Diese Person: • überprüft die Vollständigkeit des Materials zu Beginn und am Ende des Experimentes. • meldet beschädigte Geräte sofort. |
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4. Der Protokollant/Die Protokollantin
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Diese Person: • trägt die Vermutungen des Teams in das Protokollblatt ein. • trägt die Ergebnisse des Experimentes (gemessene Werte und Beobachtungen) in das Protokollblatt ein. • schreibt die Auswertung, auf die sich das Laborteam geeinigt hat. |
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5. Der Laborant/Die Laborantin
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Diese Person: • baut die Versuchsanordnung auf. • führt die Experimente nach Anweisung durch. • ist für das Reinigen der benutzten Geräte verantwortlich. |
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Hefter-Führung
Die Hefter sollen mithilfe des standardisierten Bogens „Rückmeldung zur Hefter-Führung“ bewertet werden. Bezüglich der Hefterkontrolle durch den Lehrer gelten folgende verbindlichen Absprachen:
- Klasse 5: Die Hefter werden einmal pro Halbjahr ohne Benotung und einmal mit Benotung eingesammelt.
- Klasse 6-7: Die Hefter werden einmal im Halbjahr bewertet.
- Klasse 8-10: Die Hefter werden nach Bedarf bewertet.
Ein exemplarischer Bewertungsbogen für Hefter:
Name: _____________________ Klasse: ____________
Rückmeldung zur Hefter-Führung im Fach Biologie:
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Du hast |
Bewertung |
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Note: |
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Datum:___________ Unterschrift:_________________ |
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Ein exemplarisches Beispiel für ein Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Hefter Biologie
Name:______________________ Klasse:______
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Datum |
Thema des Arbeitsblattes |
Seite |
Bemerkung |
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2.4 Lehr- und Lernmittel
Hier folgen die von einer Fachkonferenz auszuwählenden Lehr- und Lernmittel. Das Verzeichnis der für den naturwissenschaftlichen Unterricht an Gesamtschulen in NRW zugelassenen Lernmittel findet man an anderer Stelle im Bildungsportal. Die Fachkonferenz vereinbart, dass über die eingeführten Lernmittel hinaus aktuelle Materialien einbezogen werden.
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Im Fach Biologie sind neue Bücher anzuschaffen, die den neuen Kernlehrplänen entsprechen. Zunächst verbleiben die Bücher in den Fachräumen und werden bei Bedarf an die Schüler ausgegeben. Mittelfristig sollen so viele Bücher angeschafft werden, dass jeder Schüler im Ausleihverfahren ein Buch zur Verfügung hat. Von den Fachlehrern erstellte Arbeitsmaterialien zu den unterschiedlichen Unterrichtsvorhaben werden von den Schülern in die Hefter eingefügt, wobei ein Inhaltsverzeichnis zu führen ist.
Neben einer umfangreichen Sammlung an Chemikalien, Materialien und Geräten werden auch Materialien des täglichen Gebrauchs eingesetzt, so dass den Schülern der Bezug des Faches zum Lebensumfeld deutlich wird. Die umfangreiche Ausstattung ermöglicht die Umsetzung individueller Arbeitsformen.
Broschüren und Schülermaterialien beispielsweise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) oder eines Hygieneprodukt-Herstellers ergänzen das Angebot an Lehrmitteln.
Medienausstattung der Fachräume
Die Fachräume verfügen über einen Beamer. An diesen Beamer ist ein Laptop angeschlossen, mit dem unterschiedliche Medienbeiträge und Powerpoint-Präsentationen angesehen werden können.
Die Schränke in den Vorbereitungsräumen beinhalten Experimentiermaterialien für Schüler- und Lehrerdemonstrationsversuche. Die Ausstattung ist so umfangreich, dass die Schüler zu vielen Themenbereichen experimentieren können.
Mithilfe einer Schwanenhalskamera und eines digitalen Mikroskops lassen sich Präparate über den Fernseher für alle Schülerinnen und Schüler sichtbar machen, außerdem stehen für Schüleruntersuchungen 25 Binokulare und ebenso viele Mikroskope zur Verfügung.
3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen
Die Kernlehrpläne Gesamtschule bieten die Möglichkeit, die Naturwissenschaften nach Fächern getrennt oder maximal bis zum Ende der Klasse 8 integriert zu unterrichten. An dieser Stelle können Beschlüsse zur Organisation des Unterrichts festgehalten werden.
Bedeutsam sind jedoch auch Absprachen zu fachübergreifenden Fragen über eine eventuelle Phase des integrierten Unterrichts hinaus. Insbesondere sollten hier auch konkrete Bezugspunkte zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern und zu eventuellen Kooperationen mit außerschulischen Partnern herausgestellt werden.
Die Fachkonferenz Naturwissenschaften verständigt sich mit der Fachkonferenz Deutsch über Methoden des Erwerbs und der Weiterentwicklung von Lesekompetenz. Darstellungstechniken wie Berichte, Gegenstands- und Vorgangsbeschreibungen sind aufeinander abzustimmen.
Absprachen über die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten und über Regeln bei kooperativen Arbeitsformen werden für alle Fachkonferenzen getroffen.
Die Form von Versuchsprotokollen wird mit den Kollegen der anderen naturwissenschaftlichen Fächer festgelegt. Gleiche Verhaltensregeln sind in allen naturwissenschaftlichen Fachräumen ausgehängt.
In den beschriebenen Unterrichtsvorhaben werden vielfältige Möglichkeiten Fächer verbindenden Arbeitens aufgezeigt. Dazu sind Absprachen mit den Fachkollegen, die zeitliche und inhaltliche Koordination der Curricula und gemeinsame Unterrichtsprojekte erforderlich.
4 Evaluation und Qualitätssicherung
Absprachen im Hauscurriculum machen nur Sinn, wenn sie von allen Beteiligten als verbindlich angesehen und akzeptiert werden. Zu einer solchen Verbindlichkeit gehört auch die regelmäßige Vergewisserung, dass entsprechende Beschlüsse eingehalten werden, diese jedoch auch zu den angenommen Zielsetzungen führen. Für eine kontinuierliche und verlässliche Qualitätsentwicklung sind klare Beschreibungen von zu erledigenden Arbeitschritten notwendig. Außerdem müssen für einzelne Aufgaben Verantwortliche benannt werden, die der Fachkonferenz gegenüber rechenschaftspflichtig sind. Dabei sollte auf eine gleichmäßige Verteilung der Belastung auf alle Fachgruppenmitglieder geachtet werden.
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Grundsätze zur Arbeit in der Fachkonferenz
Die Fachkonferenz tagt einmal pro Halbjahr. Der Fachkonferenzvorsitzende lädt zu den Fachkonferenzen schriftlich ein und legt die Tagesordnung fest. Sämtliche Beschlüsse der Fachkonferenz werden im Hauscurriculum festgehalten und jährlich evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluation gehen in die Arbeitsplanung der Fachkonferenz ein.
Exemplarische Arbeitsplanung der Fachkonferenz
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Was? |
Wer? |
Bis wann? |
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Verbesserung der Arbeitsbedingungen:
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Analyse der Unterrichtsqualität:
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Erfassen von Unterrichtsergebnissen:
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Erprobung von Instrumenten zum Feedback von Schülerinnen und Schülern zum Unterricht:
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Exemplarische Beschlusskontrolle
Stand der Umsetzung der Beschlüsse
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Nr. |
Beschluss |
verantwortlich |
umgesetzt |
teilweise umgesetzt |
nicht umgesetzt |
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1 |
z. B. Sauberkeit der Räume |
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2 |
z. B. Schülerfeedback |
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3 |
z. B. Funktionskontrolle der Experimentiermaterialien für die Schüler |
Qualitätssicherung
Zur Sicherung der Unterrichtsqualität wird in jedem Jahrgang ein Vergleichstest geschrieben. Selbsteinschätzungen durch die Schüler und Beliebtheitseinschätzung des Faches, Bewertung des Unterrichts durch die Schüler,- Erwartungshaltung der Schüler vor einer Unterrichtseinheit und Rückmeldung nach einer Einheit werden regelmäßig durchgeführt. Auf der Grundlage der Rückmeldungen werden Stärken und Defizite des Unterrichts erkannt. Die Einforderung von Fortbildungsmaßnahmen sollte die Folge sein.
5 Anlagen
Beobachtungsbogen zur Leistungsbewertung durch Lehrpersonen






