Vertiefungsfach Mathematik
Einleitung
Diese Handreichung stellt Module vor, die aus fachlicher Sicht besonders für die Sicherstellung und Weiterentwicklung von Kompetenzen geeignet sind, die ein erfolgreiches Durchlaufen der Qualifikationsphase ermöglichen. Alle Module sind von Fachlehrerinnen und Fachlehrern in der Praxis erprobt worden, die jeweiligen Rahmenbedingungen wurden in die jeweiligen Beschreibungen der Module aufgenommen. Damit steht der unterrichtenden Lehrkraft ein Angebot zur Verfügung, aus dem eine Auswahl vorgenommen und welches je nach Bedürfnissen der teilnehmenden Schülergruppe ergänzt werden kann. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen. Die Erfahrung zeigt, dass sich in den zweistündigen Kursen des Vertiefungsfachs Mathematik gut 2 Module pro Halbjahr bewältigen lassen.
Eine zwingende Reihenfolge ist nicht vorgesehen, es ist allerdings zu beachten, dass die Inhalte nicht zeitlich parallel zum Regelunterricht bearbeitet werden. Deshalb kann z. B. ein Modul, in welchem trigonometrischen Funktionen behandelt werden, frühestens im zweiten Halbjahr der Einführungsphase eingesetzt werden.
Eine Sonderstellung nimmt dabei das Modul D ein, es stellt ein Diagnosewerkzeug dar, das am Ende der Sekundarstufe I, evtl. aber auch in Teilen vor anderen Modulen eingesetzt werden kann, um den „mathematischen Standort“ der Schülerinnen und Schüler zu bestimmen und Grundlage für ihre individuelle Beratung darstellen zu können.
Zur Feststellung des Förderbedarfs sollen die Lern- und Förderempfehlungen der Fachlehrer als Grundlage dienen, die ggf. durch die Erhebung und Auswertung diagnostischer Daten ergänzt werden können. Um die Transparenz des Lernprozesses zu gewährleisten, kann die Arbeit der Schülerinnen und Schüler in einem Portfolio dokumentiert werden.
Durch Einsatz des Portfolios können Beratungsgespräche der Vertiefungsfach-Lehrkraft mit den Schülerinnen und Schülern lernprozessbegleitend dokumentiert werden. Am Ende eines Moduls kann so der Kompetenzzuwachs bestimmt werden. Es erfolgt eine Beratung zur individuellen Weiterarbeit oder zum Übergang in ein weiteres Modul des Vertiefungsfaches Mathematik. Die selbständige Fortschreibung des Portfolios in der Qualifikationsphase über das Vertiefungsfach hinaus ist möglich.
Die Erfahrungen der Lehrkräfte, die das Vertiefungsfach Mathematik unterrichten, sollen an die Fachkonferenzen weitergegeben werden, wodurch sich auch positive Rückwirkungen auf den Fachunterricht ergeben können.
Übersicht über die Module
- Modul D: Erhebung und Auswertung diagnostischer Daten zur Feststellung des Förderbedarfs hinsichtlich der vorhandenen Basiskompetenzen – einsetzbar am Ende der Sekundarstufe I bis zur Qualifikationsphase
- Modul L: Grafische und handlungsorientierte Lösung mathematischer Probleme aus dem Alltag – Schwerpunkt: Lineare Funktionen
- Modul P: Parabelwerkstatt – Sicherer Umgang mit quadratischen Funktionen
- Modul T–E: Textverständnis im Zusammenhang – Schwerpunkt: Trigonometrische und Exponentialfunktionen
- Modul N: Textverständnis im Zusammenhang – Schwerpunkt: Nullstellen
- Modul G: Textverständnis im Zusammenhang – Schwerpunkt: Schnittpunkte in ganzrationalen Funktionen
- Modul LGS: Lineare Gleichungssysteme
Autorinnen und Autoren
Peter Bastgen, Gymnasium Lechenich (Modul G, T-E)
Dorothee Brauner, Andreas-Vesalius-Gymnasium (Modul D, N)
Stephan Neuhann, Gymnasium Wermelskirchen (Modul L, P)
Claudia Neumann, UNESCO-Schule Essen (Modul LGS)
Beteiligt
Renate Acht, Ministerium für Schule und Weiterbildung
Hans Elbracht, Bezirksregierung Köln
Norbert Stirba, Bezirksregierung Düsseldorf
