Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Aufgabe der Schulen

 Es ist Aufgabe der Schulen, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund möglichst frühzeitig zu fördern und sie beim Aufbau sprachlicher, fachlicher und sozialer Kompetenzen so zu unterstützen, dass sie gute Schulleistungen und Schulabschlüsse erreichen. Schulen, die ein breites Spektrum entsprechender Förderung anbieten und nachweislich an der Entwicklung geeigneter Förderinstrumente arbeiten, werden dabei mit zusätzlichen Lehrerstellen und Stellenanteilen aus dem Landeshaushalt unterstützt, den Stellen für Integrationshilfe (Integrationsstellen).
Bisher orientierte sich die Verteilung der Integrationsstellen vor allem an der Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund. Je höher der Ausländer- und Aussiedleranteil war, umso mehr Lehrerstunden wurden zugewiesen. Zu wenig wurde auf die Erfolge, auf die Wirksamkeit der eingesetzten Ressource im Hinblick auf die Schülerleistungen geachtet.
Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wird dieses Verfahren zugunsten einer primär an Qualitätsindikatoren von Wirksamkeit der Integrations- und Fördermaßnahmen orientierten Vergabe aufgegeben. Qualitätssicherung schulischer Maßnahmen und Output-Orientierung sollen jetzt auch bei den Integrationsstellen dazu anregen, auf die Wirksamkeit der eingesetzten Förderung zu achten. Künftig wird nachhaltig überprüft, ob die Förderung mit zusätzlichen Lehrerstellen auch zu zweifelsfrei feststellbaren Erfolgen führt.
Erfolge gelungener Integration zeigen sich bei den Schülern mit Migrationshintergrund u.a. darin: bessere Beherrschung der deutschen Sprache, weniger Klassenwiederholungen, Verringerung der Übergänge zu den Förderschulen, Erhöhung der Grundschulempfehlungen zu Realschule, Gymnasium und Gesamtschule, gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit - um nur einige Qualitätsindikatoren zu benennen. Eine Bestandsaufnahme an den Schulen gibt Aufschluss darüber, wo die jeweilige Klasse/Schule hinsichtlich dieser Indikatoren steht. Sie bildet die "empirische" Grundlage für die Formulierung von Zielen und deren Überprüfung.
Sprachlernkonzepte werden dann besonders erfolgreich sein, wenn sie nicht mehr als Angelegenheit von Spezialisten betrachtet werden, sondern wenn die Lehrkräfte einer Schule Entwicklung und Evaluation solcher Konzepte als gemeinsame Aufgabe verstehen.