Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund - Verwendung der Stellen für Integrationshilfen

Nordrhein-Westfalen ist ein Zuwanderungsland. Die demographische Entwicklung zeigt, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund derzeit rund ein Drittel beträgt und weiter wächst. Insbesondere in städtischen Kerngebieten wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren Prognosen zufolge der Anteil auf 50 Prozent und mehr ansteigen.
Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus Zuwandererfamilien haben mehr Belastungen zu tragen als andere. Die Mängel in der Beherrschung der deutschen Sprache machen den Unterricht in vielen Klassen mühsam, Lernfortschritte der Schüler werden oft nur langsam erreicht. Um den Belastungen gegenzusteuern und durch Förderarbeit die Schüler mit Migrationshintergrund auf einen ähnlichen Leistungsstand zu bringen wie die deutschen Schüler, vergibt das Land NRW zusätzliche Lehrerstellen.
Zu lange ging man davon aus, dass ein Plus an Unterrichtsressource, ein Mehr an Lehrerstunden automatisch zu besseren Ergebnissen - auch und gerade - bei Schülern mit Migrationshintergrund führt. Das schlechte Abschneiden dieser Gruppe von Schülern bei der Pisa-Studie hat jedoch die Mängel einer überwiegenden Inputsteuerung von schulischen Entwicklungsprozessen offengelegt.
Aus diesem Grund ist die Vergabe der Integrationsstellen im Erlass vom 19. Juli 2004: "Konzept für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund; Verwendung der Stellen für Integrationshilfen" neu geregelt worden. Die Intention des Erlasses ist es, die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund zu verbessern, gleiche Chancen für alle zu schaffen, Bildungsbenachteiligungen zu beseitigen und die Wirksamkeit dieser pädagogischen Bemühungen in den Blick zu nehmen.
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung gibt diese Handreichung heraus, um die Schulen bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren für gelingende Integration, bei der Umsetzung und Evaluation geeigneter Förderkonzepte zu unterstützen.
Eine erfolgreiche Integration geschieht zum Wohl der Kinder und sichert zugleich die Zukunft unseres Landes.

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