Konzepionelle Grundlagen
Bei der Konzeption eines Portfolios zum Nachweis von Medienkompetenz waren zwei Fragen zu klären:
- Was wird unter "Medienkompetenz" verstanden?
Der Begriff „Medienkompetenz“ wird in der Praxis oft unterschiedlich verwendet. Hier wird ein Verständnis zugrunde gelegt, das weit mehr umfasst als technische Fertigkeiten oder praktisches Anwendungs- oder Bedienungswissen für Computer oder digitale Medien. Medienkompetenz wird auf alle Medienarten bezogen, der Begriff umfasst Wissen und Können sowie Kritik- und Gestaltungsfähigkeit sowohl für die Verwendung von Medien für schulische Lernprozesse als auch für die außerschulische Mediennutzung. Insbesondere stellen die in jedem Fachunterricht geforderten Fähigkeiten zur sachgerechten Verwendung von Medien für Information, Kommunikation, Kooperation und Präsentation ausdrückliche Teilkompetenzen der Medienkompetenz dar.
Zur Zielperspektive Medienkompetenz - Welche Art von Portfolio ist für das Erreichen dieser Ziele geeignet?
Auch wenn häufig verallgemeinernd von „der“ Portfolio-Methode die Rede ist, werden bei genauerem Hinsehen oft sehr verschiedene pädagogische Vorstellungen mit ihrem Einsatz verfolgt. Unterschiedliche Funktionen und Inhalte von Portfolios erkennt man auch an den vielen Portfolio-Bezeichnungen, wie z. B. Ausbildungs-, Lernweg-, Ergebnis-, Kurs-, Projekt-, Bewertungs- oder Präsentationsportfolio. In der Praxis sind die meisten Portfolios "Mischformen", so auch das Portfolio:Medienkompetenz, das nicht nur ein Ergebnis- und Präsentationsportfolio sein sollte.
Zu den Portfolio-Vorentscheidungen
