Die Bestandteile des „Portfolio:Medienkompetenz“ und wie man damit arbeitet

Das „Portfolio:Medienkompetenz“ ist für die Hand der Schülerinnen und Schüler gedacht, sein Einsatz sollte aber unterrichtlich eingebunden werden. Deshalb werden sowohl für Schüler als auch für Lehrer kurze Informationen zur Verfügung gestellt:
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In dem Heftchen log_in für Schülerinnen und Schüler ist nachzulesen, welche Idee hinter diesem Portfolio steht, wie man damit arbeiten kann und worauf dabei zu achten ist. |
| In dem Faltblatt Info für Lehrerinnen und Lehrer wird insbesondere zusammengefasst, was hier unter Medienkompetenz verstanden wird und wie sie in diesem Portfolio dokumentiert werden kann. |
Die Nachweise werden im Log:Buch und in der Media\Box gesammelt.
Das Log:Buch ist eine Mappe, in der die Schülerinnen und Schüler dokumentieren, in welchen Zusammenhängen sie sich mit Themen der Medienbildung befasst haben. Diese Dokumentation wird durch Formulare und Übersichten unterstützt.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
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ein Formular „Projekt“, in das der inhaltliche Schwerpunkt und der unterrichtliche Kontext der Auseinandersetzung mit einem Medienthema eingetragen werden. Das Formular wird von der Lehrkraft - bei außerschulischen Veranstaltungen vom Kursleiter oder Praktikumsbetreuer - ausgefüllt und den beteiligten Schülerinnen und Schülern in gleicher Form zur Verfügung gestellt. Es enthält Angaben zu Thema, Adressaten und (schulischem) Kontext, zu den zum Einsatz kommenden technischen Medien, zu Arbeitsformen und erwarteten Ergebnissen. Der Beitrag, den das Vorhaben/Projekt zur Förderung von Medienkompetenz leistet, wird durch die Zuordnung des Themas zu den Bereichen der Medienbildung ausgewiesen. Beispiel für ein ausgefülltes Projektformular zum Thema „Werbung“ (pdf-Datei, 215 KB, aus: Leitfaden Portfolio:Medienkompetenz, S. 13) |
Die medienbezogenen Vorhaben/Projekte werden nach folgenden Überlegungen zugeordnet:
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(A) Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat das Ziel, vorhandene Medienangebote für einen bestimmten Zweck, etwa zur Informationsbeschaffung, zum Lernen, zum Analysieren, zur Bearbeitung einer Problemstellung oder zur Kommunikation zu nutzen und diese Nutzung zu reflektieren. Zu Medienangeboten gehören nicht nur Bücher, Zeitung, Hörmedien, Fernsehen, multimediale Angebote auf CD oder im Internet, sondern auch digitale Werkzeuge zur Informationsbeschaffung, zur Übertragung, Speicherung, Weiterbearbeitung und Präsentation von Information, wie Browser, Suchmaschinen, Datenbanken, Software zur Bearbeitung von Texten, Grafiken, Bildern und Tönen, Kalkulations- und Simulationsprogramme sowie Systeme zur Kommunikation und Kooperation. |
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(B) Das Ziel der Medienarbeit besteht darin, ein Medium - ebenfalls für einen bestimmten Zweck - selbst zu gestalten und zu verbreiten, etwa eine Fotodokumentation eines Aktionstages an der Schule, eine Hörfunksendung zur Berufswahl, eine Präsentation zu einem Referat im Fachunterricht, ein Videofilm über die Arbeit der Theatergruppe oder die Erstellung von Beiträgen für die Schulhomepage. Die Produktion eines Mediums ist in der Regel auch mit der Nutzung technischer Medien verbunden, ggf. mit speziellen Aufnahmegeräten und mit Computern zur weiteren Bearbeitung. Geht es bei der Gestaltung mehr um die Umsetzung von eigenen Ideen und Gestaltungstechniken, ist hier (B) anzukreuzen, geht es mehr um das Kennenlernen eines Werkzeugs, dann kann (A) angekreuzt werden. Es ist auch möglich, Beides anzukreuzen. |
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(1) Bei der Nutzung von Medienangeboten, wie auch bei der Gestaltung von Medienbeiträgen kann ein weiteres Ziel darin bestehen, die jeweiligen Gestaltungsformen (z. B. Bild, gesprochene Sprache, Zeichentrick, Film) und zugehörige Gestaltungstechniken (z. B. Überschriften, Tonmischen, Kameratechniken) kennenzulernen, zu reflektieren und bewusst anzuwenden, um bestimmte Gestaltungsabsichten umzusetzen. |
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(2) Im Vordergrund der Auseinandersetzung stehen hier Einflüsse bzw. Wirkungen der behandelten Medien auf den Einzelnen, auf seine Gefühle, auf seine Vorstellungen von Realität, auf seine Wertorientierungen oder auf sein Verhalten. Es kann es auch um die Untersuchung gesellschaftlicher Wirkungen (etwa auf Politik, Wirtschaft, Arbeitswelt) gehen. Entsprechende Einsichten und Kenntnisse sind auch bei der Gestaltung eines Mediums von Bedeutung. |
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(3) In diesem Inhalts- und Reflexionsbereich werden z. B. auch die technischen, ökonomischen, institutionellen, rechtlichen oder politischen Voraussetzungen, Bedingungen einbezogen, die für die Produktion und Verbreitung von Medien bedeutsam sind. Dazu gehören u. a. Aspekte wie Informations- und Meinungsfreiheit, Urheberrechte, Datenschutz im Netz, öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftliche Strukturen. |
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ein Formular „Ergebnisse“, in dem die Schülerinnen und Schüler jeweils ihre eigenen Arbeitsschwerpunkte in dem betreffenden Vorhaben bzw. in der Unterrichtseinheit beschreiben. Sie dokumentieren z. B., mit welchen Fragen sie sich befasst haben, welche Produkte sie erstellt haben und wie sie dabei vorgegangen sind. Sie reflektieren ihre Ergebnisse und schätzen ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit technischen Medien auf einer vorgegebenen vierstufigen Skala ein. Die Lehrkraft kann auf einer Anlage zu diesem Formular Anmerkungen und Kommentare ergänzen. Beispiel für ein ausgefülltes Ergebnisformular zum Thema „Werbung“ (aus: Leitfaden Portfolio:Medienkompetenz, Abb. 5, S. 14)Beispiel für ein ausgefülltes Ergebnisformular mit Rückmeldung zum Thema „Hypertext erstellen“ (aus: Leitfaden Portfolio:Medienkompetenz, Abb. 19, 20, S. 45) |
Die Einschätzung der eigenen Fertigkeiten im Umgang mit technischen Medien, Hard- und Software-Werkzeugen erfolgt nach der Skala:
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kennen gelernt: Du hast das Medium bzw. Werkzeug schon im praktischen Einsatz kennen gelernt, z.B. jemanden bei der Arbeit damit beobachtet oder selbst etwas ausprobieren können. Du weißt im Prinzip, zu welchem Zweck man es benutzt. |
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eingestiegen: Du bist schon tiefer in die Arbeit mit dem Medium bzw. Werkzeug eingestiegen. Die Grundfunktionen sind dir vertraut und du kannst dich auch alleine weiter einarbeiten. |
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fortgeschritten: Du gehst jetzt selbstverständlich mit dem Medium bzw. Werkzeug um und kennst inzwischen auch diverse Feinheiten. Du bist so weit fortgeschritten, dass du in bestimmten Fehlersituationen richtig reagierst. Du kannst dein Know-how auch an andere weitergeben. |
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profihaft: Du bist so erfahren in der Arbeit mit diesem Medium bzw. Werkzeug, dir macht so schnell niemand mehr etwas vor. Wenn Probleme auftreten, fragt man dich gern und meistens kannst du auch helfen. |
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eine Übersicht „Projekte“, in die die Schülerinnen und Schüler die abgeschlossenen Themen eintragen. Sie übernehmen aus dem Formular „Projekt“, die Angaben zu den Medien und die Zuordnung zu den Bereichen der Medienbildung. In dieser Zusammenstellung wird schnell transparent, mit welchen Medienarten und anhand welcher Fragestellungen sie sich mit den Aufgabenbereichen der Medienbildung bisher befasst haben. |
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eine Übersicht „Praktisches Know-how“, in der sie notieren, mit welchen technischen Medien, mit welcher Hard- und Software sie jeweils gearbeitet haben und ihre Einschätzung der erworbenen praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Formular „Ergebnis“ übertragen,
sowie beispielhaft ausgefüllte Formulare und Erläuterungen. Hilfe zum Ausfüllen der Übersicht aus dem Schülerheft Log_in |
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In der Media\Box werden die Ergebnisse der eigenen Arbeiten gesammelt. Wenn bereits mehrere Vorhaben dokumentiert sind und das Portfolio vorgestellt werden sollen, ist es sinnvoll, diese im „schnellen Zugriff“ zu haben. Da die Inhalte den aktuellen Stand der Kompetenzen illustrieren sollen, müssen „überholte“ Produkte immer wieder aussortiert und durch „bessere“ ersetzt werden. Auch können die Inhalte im Hinblick auf den Verwendungszweck bzw. die Adressaten der Präsentation unterschiedlich zusammengestellt werden. Deshalb gibt es auch hierfür eine eigene Vorlage für Inhaltsübersichten. Die Bezeichnung „Media\Box“ steht – wie der „Papierkorb“ auf dem Desktop – für die Funktion, nicht für die technische Realisierung. Die Box erinnert noch daran, dass noch vor wenigen Jahren viele der selbst erstellten Medien wegen ihrer unterschiedlichen Formate (z. B. Plakat, Tonkassette, Videokassette) nicht in eine DIN A4-Mappe eingeheftet werden konnten. Deshalb sollten diese Produkte in einem geeigneten Behälter aufbewahrt werden. Heute haben die Schülerinnen und Schüler ihre Medien, Text-, Bild-, Ton- oder Multimediabeiträge in der Regel bereits in digitaler Form aufgenommen und bearbeitet, sodass nahezu alle Nachweise auf USB-Stick, CD, DVD oder im Internet aufbewahrt werden können. |






