Kompetenz in der Unterrichtssprache Deutsch

Standardisierte Verfahren

Standardisierte Verfahren zur Sprachstandserhebung sind am weitesten verbreitet. Sie sind in aufwändigen Entwicklungsprozessen entstanden, zu denen verschiedene Erprobungsverfahren, wie z. B. eine Normierung mit testmethodischen Auswertungen gehören. Standardisierte Verfahren sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Objektivität (Unabhängigkeit von Rahmenbedingungen)
  • Reliabilität (Zuverlässigkeit, formale Genauigkeit)
  • Validität (Grad der Genauigkeit) 

Zu den standardisierten Verfahren zählen neben C-Tests auch die im BLK-Modellversuch FörMig entwickelten Verfahren „Das Tulpenbeet" und  „Prozessbegleitende Diagnose zur Schreibentwicklung". Letztere setzen an den vorhandenen Kompetenzen an, stellen Lernentwicklungsstufen und Unsicherheiten fest, markieren die Förderbereiche. Mit diesen Verfahren ist eine sogenannte Profilanalyse möglich. Sie sind aufwändig, ihre Handhabung muss geübt werden. Sie sollten möglichst nicht mit ganzen Lerngruppen durchgeführt werden, sondern mit den Schülerinnen und Schülern, die z. B. bei einem vorangegangenen C-Test auffällige Ergebnisse zeigen. Ein Vorteil der FörMig-Verfahren ist, dass sie präzise Auskünfte über den Sprachstand liefern, die für die anschließende individuelle Förderung in der Praxis wertvoll sind.

Mehr Informationen über FörMig: http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de/

FörMig NRW: http://www.foermig-nrw.de/

Das Ministerium hat das Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund beauftragt, Moderatoren der örtlichen Kompetenzteams zu SprachFörderCoaches zu qualifizieren. Die SprachFörderCoaches werden ihre Tätigkeit sukzessive bis zum Beginn des Schuljahres 2010/2011 aufnehmen. Sie beraten und unterstützen Hauptschulen bei der pädagogischen Einarbeitung in Diagnoseinstrumente sowie der Erarbeitung und Umsetzung schuleigener Förderkonzepte.

Mehr über die Qualifizierung von Lehrkräften zu SprachFörderCoaches: http://www.ifs-dortmund.de/1186.html