Kompetenz in der Unterrichtssprache Deutsch

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Um den Hauptschulen die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um ihre besonderen pädagogischen Herausforderungen zu bewältigen und Schülerinnen und Schüler noch besser individuell zu fördern, hat die Landesregierung am 15. Januar 2008 die Qualitätsoffensive Hauptschule beschlossen. Im Zentrum der Qualitätsoffensive steht neben der Umwandlung von Hauptschulen in Ganztagsschulen – die Weiterentwicklung des Bildungsgangs der Hauptschule. Dazu gehören u. a. die Stärkung von Lebensplanung und Berufsorientierung, die Einrichtung von Kooperationsklassen mit Berufskollegs oder das Angebot einer zweiten Fremdsprache vor allem mit Blick auf Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte.

Mit der „Qualitätsoffensive Hauptschule" erhalten die Schulen das Signal neue Wege zu beschreiten, um alle Schülerinnen und Schüler zu einer soliden allgemeinen Grundbildung und zur Berufs- und Ausbildungsreife zu führen.

Einige Schwerpunkte der „Qualitätsoffensive" werden im Folgenden benannt:

Stärkung der Basiskompetenzen

„Die Landesregierung trägt dafür Sorge, dass die Allgemeinbildung gestärkt wird. Insbesondere die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der Unterrichtssprache Deutsch müssen spürbar verbessert werden.

Die Beherrschung der deutschen Sprache und grundlegender Rechenoperationen sind entscheidend für erfolgreiche Bildungsprozesse. Sie sind ebenfalls entscheidend für den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und damit unerlässlich für die Teilhabe an unserer Gesellschaft.

In den Hauptschulen werden deshalb die Fördermaßnahmen zur Stärkung dieser Basiskompetenzen konsequent ausgebaut. Grundlage dafür ist eine genaue Potenzialanalyse mit anschließendem Förderkonzept in der ersten Doppeljahrgangsstufe.

Unterstützung durch SprachFörderCoaches

Moderatoren der Kompetenzteams sollen zu SprachFörderCoaches qualifiziert werden. Dazu werden vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund entsprechende Module erarbeitet. Durch diese Qualifizierung erweitern Moderatoren mit den Schwerpunkten Deutsch und Hauptschule ihr Kompetenzprofil. Nach erfolgter Ausbildung soll ab dem Schuljahr 2009/2010 in jedem Kompetenzteam ein ausgebildeter SprachFörderCoach zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen: http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/aktuelles/meldungen/2009-05/09-05-04-IFS/index.html

Integration von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte

Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule sind oft unterschiedlicher Herkunft, sie sprechen verschiedene Sprachen und haben unterschiedliche Bildungsbiographien. Es ist eine anspruchsvolle pädagogische Herausforderung, auch diesen Kindern und Jugendlichen soziale und berufliche Chancen zu sichern. Dazu bedarf es angemessener Erziehungs-, Lern- und Förderangebote.

Als besonderen Schwerpunkt sollen Hauptschulen nach Antrag an die Schulentwicklungskonferenz erproben können, wie der Unterricht in den Herkunftssprachen als zweite Fremdsprache neben Englisch aufgewertet werden kann. Das Potenzial der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte soll sich entfalten können und anerkannt werden, auch damit sie ihre beruflichen Chancen vergrößern können.

Aber auch Schülerinnen und Schülern mit deutscher Muttersprache soll die Chance eröffnet werden, eine zweite Fremdsprache zu lernen. Dabei müssen die organisatorischen und fachlichen Gegebenheiten der einzelnen Schule berücksichtigt werden. In jedem Fall muss das Sprachangebot so gestaltet sein, dass es den Vorgaben der KMK für eine Anerkennung als zweite Fremdsprache entspricht (14 Wochenstunden). Damit brauchen diese Schülerinnen und Schüler, sofern sie in eine gymnasiale Oberstufe wechseln, keine neu einsetzende zweite Fremdsprache zu belegen."

Qualitätsoffensive Hauptschule (pdf-Format, 70 KB) Erlass (pdf-Format, 730 KB)